Bad Bergzabern
Rebmeerbad: Saisonaus in zwei Becken
Wer nicht mindestens das Seepferdchen hat, kann sich die Fahrt ins Rebmeerbad in Bad Bergzabern sparen. Dort ist am Dienstag ein Schaden festgestellt worden, der Auswirkungen auf den Badebetrieb hat. Keine zwei Wochen nach Start der Freibad-Saison in der Kurstadt sind zwei Becken dauerhaft außer Betrieb: das Planschbecken sowie das Nichtschwimmerbecken mit der großen Rutsche. Und diese Einschränkung werde bis Saisonende andauern, bedauert der zuständige Beigeordnete, Martin Engelhard.
Betroffen ist der Bereich, wo das aufbereitete Badewasser in die Becken zugeleitet wird. Gewöhnlich handelt es sich dabei um einen geschlossenen Kreislauf: Das Badewasser kommt regelmäßig in eine Filteranlage, wird dadurch gereinigt, mit Chlor angereichert, bevor es wieder im Becken landet. So bleibt die Wasserqualität erhalten. Am Sonntag wurde erstmals festgestellt, dass Wasser verlorengeht und zugeführt werden muss. Mit zunehmender Dauer immer mehr, letztmals 65 Kubikmeter. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Wasserverbrauch für eine Person pro Jahr soll plus minus bei 40 Kubikmeter liegen.
Wen trifft die Einschränkung?
„Es sind Erdarbeiten nötig, um den Schaden zu beheben“, berichtet Martin Engelhard. Erst dann ließe sich die Ursache feststellen. „Man muss bedenken, dass die Leitungen 46 Jahre alt sind.“ Soll heißen: Nach so langer Zeit kann es altersbedingte Schäden geben. Die Kosten für die Reparatur dürften bei über 100.000 Euro liegen, schätzt der Beigeordnete.
Treffen wird die neue Einschränkung vor allem Familien mit kleinen Kindern. Diesen bleibt nichts anderes übrig, als auf das Freibad in Steinfeld auszuweichen, für das die Dauerkarten gelten. Darauf weist die Verbandsgemeinde-Verwaltung hin. Wer sich damit nicht anfreunden kann, kann die gekaufte Saisonkarte auch zurückgeben. Dafür muss ein Erstattungsformular ausgefüllt werden, das im Rebmeerbad, im Bürgerbüro und online auf der Webseite der Schwimmbäder zu finden ist.
Das Schwimmerbecken ist von der Einschränkung nicht betroffen. Damit kann auch die Schwimmabteilung des TV Bad Bergzabern ihrem Hobby weiter frönen, nachdem deren Mitglieder zuletzt erfolgreich Spenden gesammelt haben. 10.000 Euro hatten sie zusammenbekommen müssen. So lautete die Forderung der Verwaltung, damit sie im Gegenzug das Wasser auf eine Temperatur aufheizt, die den Bedürfnissen des Vereins entspricht. Damit war der Streit zwischen den Schwimmern und der Verwaltung beendet, der der besagten Spendensammlung vorausging.