Kreis Südliche Weinstraße Raum für Familien

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In Rohrbach könnte ein spannendes Wohnprojekt entstehen – auf der Basis einer Genossenschaft. Die Gemeinde hat ein 1500 Quadratmeter großes Areal entlang der Westseite des Dorfplatzes erworben, auf dem Häuser gebaut werden sollen, die vor allem jungen Familien bezahlbaren Wohnraum bieten könnten.

Einen ersten Entwurf für das Wohnprojekt präsentierten die Architekten Hans-Günter Hebel und Markus Gundermann dem Rohrbacher Gemeinderat, nachdem Marco Kern, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Südliche Weinstraße, die Möglichkeiten der Grundstücksnutzung erläutert hatte. Die Planung basiert auf einer gemischten Bebauung, die sowohl Familien als auch Senioren ansprechen soll. Ein Gebäude mit sechs Wohneinheiten soll barrierefrei angelegt werden. Insgesamt könnten elf Wohneinheiten entstehen. Die Gebäude sollen unterkellert werden. Kosten würde das Projekt schätzungsweise 2,2 Millionen Euro zuzüglich der Grundstückskosten. VR-Bank-Chef Kern sagte, eine Genossenschaft sei sinnvoll, wenn die Gemeinde weiterhin Einfluss auf das Bauprojekt haben möchte, aber nicht die gesamte Finanzierung stemmen wolle. Im Kaufvertrag mit der Genossenschaft könne die Kommune Vorgaben machen. Die Gemeinde könne Anteile an der Genossenschaft erwerben, ebenso interessierte Bürger. Die Genossenschaft verwalte sich selbst. Es sei üblich, dass rund 20 Prozent der Baukosten über Anteile finanziert würden, der Rest über Kredite. Wichtig sei, dass jedes Mitglied in der Generalversammlung nur eine Stimme habe, unabhängig von der Anzahl der Anteile. Bei dem Projekt „Mehrgenerationen“, so der Name, heiße der Slogan „Rohrbacher Bürger bestimmen selbst“. Die Wohnungen blieben im Eigentum der Genossenschaft und würden vermietet. So könne sichergestellt werden, dass „bezahlbarer Wohnraum“ angeboten werden könne, sagte Kern. Die Verwaltung wird nun eine Satzung entwerfen, die dann auch Gegenstand einer Informationsveranstaltung sein wird. |som

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