Kreis Südliche Weinstraße Rauch aus einer Reithalle
60 Nachwuchskräfte der Jugendfeuerwehren aus der Verbandsgemeinde Landau-Land sowie aus Rohrbach, Insheim und Klingenmünster haben am Samstag bei einer Großübung in Billigheim-Ingenheim realitätsnah geübt. Den Umgang mit Strahlrohr und feuerwehrtechnischem Gerät beherrschen sie schon „wie die Großen“.
Rauch dringt aus einer Reithalle im Industriegebiet in Billigheim-Ingenheim. Davor steht ein Fassanhänger mit einer Gefahrentafel, eine Flüssigkeit läuft aus. Die Feuerwehr rückt mit Blaulicht und Martinshorn an. Aus den Fahrzeugen steigen jedoch nicht etwa erfahrene Feuerwehrmänner aus, sondern Jungen und Mädchen zwischen acht und 18 Jahren in der Montur der Jugendfeuerwehr. „Wir möchten den Nachwuchs spielerisch an den Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr heranführen“, erklärt der Jugendfeuerwehrwart der Verbandsgemeinde Landau-Land, Sascha Feitig. Man wolle mit solchen Übungen feuerwehrtechnisches Wissen vermitteln und den Gemeinschaftssinn stärken. „Uns hat es Spaß gemacht“, waren sich die Retter von morgen nach der Übung einig. Doch trotz Spaß „gilt es gemeinschaftlich und unter Beachtung der Feuerwehr-Dienstvorschriften das Szenario abzuarbeiten“, sagt der andere Jugendwart Florian Klundt. Es werden Schläuche ausgerollt, Atemschutzgeräte-Attrappen angezogen und der Gefahrenbereich abgesperrt. Schnell spritzt Wasser aus mehreren Rohren auf das vermeintliche Brandobjekt. Derweil machen sich am Anhänger andere Trupps zu schaffen. Fachmännisch wird das Leck mit Holzkeilen provisorisch abgedichtet und zusätzlich ein Auffangbecken aus einer Plane und einer Leiter zusammengebaut. Alles geschieht natürlich unter der Aufsicht der sichtlich stolzen Jugendwarte und Ausbilder: „Das haben die richtig gut gemacht“, heißt es später. Besonders bemerkenswert: Dass hier Jugendfeuerwehren verschiedener Gebietskörperschaften gemeinsam üben, ist für Außenstehende nur anhand der Aufschrift auf Fahrzeugen und Kleidung zu erkennen. „Die interkommunale Zusammenarbeit funktioniert auch auf der Ebene der Jugendfeuerwehren reibungslos. Das ist besonders wichtig, weil die Jugendfeuerwehren den Nachwuchs sichern“, sagt Verbandsbürgermeister Torsten Blank (SPD). Gerade mit Blick auf die Tagesalarmsicherheit sei die Zusammenarbeit über Ortsgrenzen hinweg bedeutend. Der stellvertretende Kreisjugendfeuerwehrwart Daniel Hey freute sich ebenfalls über die vielen Teilnehmer bei der Übung in Billigheim-Ingenheim: „Jugendfeuerwehren werden gebraucht, um die Handlungsfähigkeit der einzelnen Einheiten zu sichern. Mein besonderer Dank gilt den Organisatoren dieser Übung und allen Jugendwarten. Für eine solche Übung muss im Hintergrund richtig hart gearbeitet werden.“