Kreis Südliche Weinstraße Raubüberfall: Polizei hat noch keine heiße Spur

«Bad Bergzabern.» Bei einer wohl gestellten Szene von zwei Männern am 19. Mai handle es sich wahrscheinlich um einen „atypischen Raub“, der in dieser Form in der Südpfalz noch nicht vorgekommen sei, teilt die Kriminalinspektion Landau mit .
Ein Autofahrer war abends auf der Bundesstraße 427 unterwegs, als er auf der Höhe des SBK-Marktes auf dem Radweg einen am Boden liegenden Mann neben seinem Fahrrad liegen sah. Er hielt an, um dem „Opfer“ zu helfen. Als er sich zu ihm hinunterbeugte, wurde er von einem zweiten Mann niedergeschlagen und bestohlen. „Die Polizei geht davon aus, dass das Szenario gestellt war, um einen Raub zu begehen“, so die Polizei. Weitere Erkenntnisse gebe es bisher nicht, es werde noch ermittelt, teilt Kriminalhauptkommissar Jürgen Neisius von der Kriminalinspektion Landau mit. Für Bürger, die nun Sorgen haben, ob sie in einer ähnlichen Situation Hilfe leisten sollen, hat die Polizei folgenden Rat: Jeder kann trotzdem helfen, indem er die Polizei oder den Notruf wählt. Die viel befahrene Stelle an der Bundesstraße ist ein eher ungewöhnlicher Tatort. „Eher zutreffend ist, dass sich Straßenräuber zur Tatbegehung vorwiegend dunkle und abgelegene Straßen, Wege oder Plätze suchen“, informiert die Polizei. Der Radfahrer wird so beschrieben: 25 bis 30 Jahre alt, 1,75 Meter groß, schlank, kurze, helle Haare, Drei-Tage-Bart. Er trug einen schwarzen Trainingsanzug und war mit einem hellgrünen Mountainbike unterwegs. Der zweite Mann ist zirka 1,80 Meter groß, hat eine kräftige Figur und trug einen hellgrünen Kapuzenpulli ohne Ärmel. Hinweise bitte an die Polizei Landau, Telefon 06341 2870.