Kreis Südliche Weinstraße PS-starke Gekkos auf Tour

Noch rund 1300 Sportwagen der ehemaligen Automanufaktur Wiesmann sind auf den Straßen unterwegs.
Noch rund 1300 Sportwagen der ehemaligen Automanufaktur Wiesmann sind auf den Straßen unterwegs.

Es sind ausnahmslos Cabrios, die vor der Treppe des Schlosshotels in Bad Bergzabern stehen und vor denen jeder Passant wegen des ungewöhnlichen Designs und der Luxusausstattung stehen bleibt. Martin Wiesmann war der Visionär und Ingenieur, der 1988 zusammen mit seinem Bruder Friedhelm die Automanufaktur in Dülmen in Nordrhein-Westfalen gegründet hat. 2013 musste die Firma, in der jedes Auto in Handarbeit gefertigt wurde, Insolvenz anmelden. „In einem Spitzenjahr haben wir 185 Autos hergestellt“, erzählt Wiesmann auf der Terrasse des Schlosshotels, wo sich die sechs anderen Teilnehmer aus Düsseldorf, Köln oder dem Bergischen Land nach der Ankunft stärken. Aus Worms mit dabei ist Christian Gutland, Pächter des Schlosshotels, der sich die rund 200 Kilometer lange Tour durch die Südpfalz und das Elsass ausgedacht hat. Und der Präsident des 140 Mitglieder starken Wiesmann-Clubs in Hennef, Armin Holst. Er organisiert jährlich einige Touren im In- und Ausland und sorgt für gute Stimmung, wie er sagt. „Der Fahrspaß und das Design sind die Faszination dieser Autos“, sagen die Teilnehmer der Südpfalztour zu den Luxussportwagen in der Preisklasse von 130.000 bis 300.000 Euro, von denen noch rund 1300 in Deutschland, der Schweiz und in den Benelux-Staaten fahren. „Es ist Go-Kart-Feeling“, sagt der Präsident zu den PS-starken Autos, deren Markenzeichen ein Gekko ist. „Wir haben die Autos immer nach den Vorstellungen der Kunden gebaut, jeder Wunsch wurde erfüllt“, sagt der ehemalige Firmenchef von 110 Mitarbeitern, der für die Entwicklung, die Produktion und das Design, auch nach Vorbildern englischer Sportwagen, zuständig war. Vorne grün und hinten gelb sei einer der ungewöhnlichsten Wünsche für eine Lackierung gewesen, erzählt er. Die Wiesmann-Autos heißen alle MF, das steht für Martin und Friedhelm. Martin Wiesmann ist ebenfalls Mitglied im Club und fährt die Tour mit. Es gehe nicht um Geschwindigkeit, sondern um den Fahrspaß, die Autos hätten eine „emotionale, positive Ausstrahlung“, sagen die Teilnehmer.

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