Kreis Südliche Weinstraße Positives Image für die Institution Ehe

Rund 70 Herxheimer waren zur Premiere der „Marriage Week“, die in den Tagen vor dem Valentinstag deutschlandweit zum siebten Mal stattfindet, in die Villa Wieser gekommen, um neue Impulse im gemeinsamen Leben in Ehe und Familie zu gewinnen.
„Marriage Week“ ist eine jährlich wiederkehrende Themenwoche, die 1997 Richard und Maria Kane ins Leben gerufen haben. Sie hat zum Ziel, das Gute in der Ehe zu feiern. Hans-Josef Werner, neben Alois Dümler, Initiator der „Woche der Ehepaare“ in Herxheim, kann sich vorstellen, dass nach der erfolgreichen Premiere in Zukunft eine feste Einrichtung werden könnte. Werner, von Beruf Mediziner, machte darauf aufmerksam, dass die „Woche der Ehe“, die unter dem Motto „Gutes für Ehepaare“ steht, eine lange Tradition besitzt und sich mittlerweile quer durch Europa und sogar weltweit in mehr als 20 Ländern verbreitet hat. „Wir wollen mit unserer Woche den Fokus auf glückliche Beziehungen richten, die es ja auch heute reichlich gibt. Den Paaren soll Mut gemacht werden, ihre Ehe zu leben und ihre Liebe lebendig zu halten“, sagte Werner. Es sei gut für die gesamte Dorfgemeinschaft, in Ehepaare zu investieren. Wenn es in der öffentlichen Diskussion um das Thema Ehe und Familie gehe, dann geschehe dies häufig unter negativen Vorzeichen: Scheidungsraten, Familienplanung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf seien entsprechende Stichwörter. Auf diese und ähnliche Stimmen machte Ortsbürgermeister Franz-Ludwig Trauth (CDU), neben Pfarrer Arno Vogt und Pfarrerin Beate Rahm Schirmherr der Veranstaltung aufmerksam. Es werde viel zu selten dargestellt, dass sehr viele Ehen auch dauerhaft bestünden und die Ehepartner glücklich seien. Deshalb sei es wichtig, den negativen Meldungen die positiven Erfahrungen von Ehe und Familie gegenüberzustellen, zu zeigen, dass es in den Ehen viel Gutes gebe, über das zu berichten sich lohne. Die hohe Zahl der Ehejubiläen in Herxheim zeigt laut Trauth, dass in vergangenen schwierigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zeiten viele Ehepartner den Schritt zur Ehe und Familie erfolgreich gewagt hätten. Pfarrerin Beate Rahm hatte zu ihrem Grußwort zur Veranschaulichung ein verknotetes Seil mitgebracht und beschäftigte sich mit dem Thema „Knotenlösung“ in der Ehe. Der Knoten sei nur mit einem Miteinander und damit vereinten Kräften zu lösen. Dazu müssten beide Seiten auf ihre Grundposition verzichten und zu Kompromissen bereit sein. Sie warb für eine Verständigung der Eheleute, um Verzeihung zu bitten und von beiden Seiten zu versuchen, die Verknotungen geduldig zu lösen. Der bekannte Pfälzer Mundartdichter Michael Bauer beleuchtet das Thema Ehe mit lyrischen Beiträgen. Für die musikalische Note sorgten Gudrun Heller- Mészar (Gesang) und Paul Witzel (Klavier). Nach der Eröffnung der Marriage Week wurde im katholischen Pfarrheim (19 Uhr) der französische Kinofilm „Monsieur Claude und seine Töchter“ gezeigt. (som)