Kreis Südliche Weinstraße Platz für 17 Eigenheime

Der Gemeinderat Billigheim-Ingenheim hat am Donnerstagabend dem Entwurf für einen Bebauungsplan „Am Pfaffenberg II“ im Ortsteil Ingenheim zugestimmt. So will die Gemeinde ihr Wohnangebot erweitern und gleichzeitig eine Umstrukturierung des Zugangs zu den Sportanlagen sowie zum Schwimmbad und Campingplatz erreichen.
Mehr als 70 Minuten der vierstündigen „Mammutsitzung“ mit 20 Tagesordnungspunkten befasste sich der Rat gemeinsam mit Bernadette Wozniak-Fink vom Büro Gerhardt (Karlsruhe) mit den Stellungnahmen zu dem Vorhaben. Da es in der Gemeinde nur noch wenige Bauplätze gibt, soll nach Angaben von Ortsbürgermeister Dietmar Pfister (SPD) die Wohnfunktion des Ortsteils Ingenheim gestärkt, aber auch die Neuordnung der Sport- und Freizeiteinrichtungen ergänzt werden. Der Plan umfasst ein Gelände von 11.270 Quadratmetern. Das Nettobauland beträgt 6730 Quadratmeter. Dort sollen 17 Eigenheime als Einzel- und Doppelhäuser mit einer durchschnittlichen Größe von knapp 400 Quadratmeter entstehen. Während im nördlichen Bereich der Klingener Straße Wohnbaufläche vorgesehen ist, soll im östlichen ein Parkplatz mit rund 50 Parkplätzen für das Freibad und die angrenzenden Sportflächen entstehen. Entlang des Kandelgrabens soll ein 15 Meter breiter Grünstreifen zur ökologischen Aufwertung beitragen und als Puffer zwischen Wohnbau- und Freizeitnutzung wirken. Die dort lebenden Zauneidechsen sollen im kommenden Sommer auf den nahe gelegenen alten jüdischen Friedhof umgesiedelt werden. Laut Ortsbürgermeister Pfister wird damit gerechnet, dass der Bebauungsplan in der letzten Sitzung vor der Sommerpause als Satzung beschlossen werden kann. In Sachen Ausbau von Verkehrsanlagen hat der Rat bei einer Nein-Stimme und drei Enthaltungen eine Satzung beschlossen, wonach von Einmalbeiträgen künftig auf wiederkehrende Beiträge umgestiegen wird. Danach bilden Ingenheim/Appenhofen, der Ortsteil Mühlhofen, die Ortslage Billigheim sowie das Gewerbegebiet Billigheim jeweils eine Abrechnungsgebiet. Bei einer Gegenstimme sowie zwei Enthaltungen verabschiedete der Rat den Forstwirtschaftsplan 2018/19, den Revierförster Gerhard Hoffmann erläuterte. Danach muss die Gemeinde jeweils mit einem Verlust von 282 Euro rechnen. Um auf dem Grundstück Industriestraße 11 eine Betriebserweiterung zu ermöglichen, soll der Bebauungsplan „Gewerbegebiet“ entsprechend geändert werden. Die Firma wird die Kosten für die Planänderung übernehmen, sagte Pfister. Nördlich des Gewerbegebietes sollen der Bebauungsplan um vier Grundstücke erweitert werden.