Göcklingen RHEINPFALZ Plus Artikel Pfälzerwaldverein saniert Wanderhütte

1983 wurde mit dem Bau der Wanderhütte begonnen, 1984 wurde sie eingeweiht.
1983 wurde mit dem Bau der Wanderhütte begonnen, 1984 wurde sie eingeweiht.

Die sparsame Kassenführung der Vergangenheit des Pfälzerwald-Vereins Göcklingen trägt jetzt Früchte. Die Corona-Zeit, in der keine Veranstaltungen und Hüttenvermietungen möglich sind, nutzen die Verantwortlichen, um das knapp 40 Jahre alte Gebäude zu sanieren und dessen Umfeld attraktiver zu gestalten.

Durch Verhandlungen mit dem in der Nachbarschaft befindlichen Pfalzklinikum in Klingenmünster hat sich die Möglichkeit ergeben, die PWV-Hütte an das Stromnetz anzuschließen. Damit ist die 1984 fertiggestellte Hütte in Zukunft unabhängig vom bisher genutzten Stromaggregat, das den steigenden Strombedarf nicht mehr decken konnte und bereits einmal einem dreisten Diebstahl zum Opfer fiel. Gleichzeitig wird eine neue Wasserleitung zu der Wanderhütte auf der Löhlheide verlegt. Die Abwasserentsorgung ist noch in Ordnung, hier muss nicht investiert werden.

Ein Telefon- und ein W-Lan-Anschluss sind ebenfalls bei den Sanierungsarbeiten eingeplant, damit künftig auch das Internet genutzt werden kann. Die bisherigen Toiletten entsprachen nicht mehr den aktuellen Hygienestandards. Neben zwei neuen Damentoiletten wird die Anlage um eine Behindertentoilette, einen Wickeltisch für Babys, eine Herrentoilette und mehrere Urinalbecken erweitert und dem Stand der Technik angepasst.

Eigenleistungen von 10.000 Euro eingeplant

In unmittelbarer Nähe der Hütte wird neben weiteren Parkgelegenheiten ein Behindertenparkplatz eingerichtet. Außerdem ist vorgesehen, die Holzkonstruktion innen und außen neu zu streichen und gegen Witterungseinflüsse zu schützen.

An Investitionskosten rechnet die Vereinsführung mit 17.000 bis 20.000 Euro. Um alle Pläne umsetzen zu können, sind Eigenleistungen in Höhe von ungefähr 10.000 Euro erforderlich. Neben der Entnahme aus den angesparten Rücklagen, einer Zuwendung des Dachverbandes des Pfälzerwald-Vereins und des Bezirksverbandes hoffen die Verantwortlichen auch auf Unterstützung durch die Gemeinde sowie auf Spenden, um den finanziellen Kraftakt bewältigen zu können.

Bis Ende Juni sollen Arbeiten abgeschlossen sein

Der PWV-Vorsitzende Gerd Adam und sein Team rechnen damit, dass bis Ende Juni die Arbeiten fertig gestellt sein werden. Bei weiter sinkenden Inzidenzzahlen hofft man darauf, im Spätsommer doch noch durch verschiedene Vereinsaktivitäten , bei denen ein erheblicher Nachholbedarf besteht, ein etwaiges finanzielles Loch stopfen zu können. Bevor es aber so weit ist, will die PWV-Ortsgruppe – wenn es Corona erlaubt – die Sanierung der Hütte mit einem Eröffnungsfest feiern.

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