Kreis Südliche Weinstraße Pellets aus Trester und Rebholz

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Das integrierte Klimaschutzkonzept der Verbandsgemeinde Landau-Land gewinnt an Konturen. Es wird über die nationale Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministerium zur Reduzierung der Emission an Treibhausgasen (CO2) gefördert und beinhaltet zentrale Themen wie erneuerbare Energien, Energieeffizienz von Gebäuden, moderne und sparsame Straßenbeleuchtung oder zukunftsfähige Heizungssysteme.

Davon konnten sich knapp 25 Besucher – darunter viele Mandatsträger – beim Bürgerforum im Gemeindehaus in Ingenheim für den südlichen Teil der Verbandsgemeinde einen Eindruck verschaffen. Ihnen wurden das Leitbild und die bislang angedachten Maßnahmenpakete vorgestellt. Nach der Auftaktveranstaltung Ende April in Göcklingen hat mittlerweile ein 22-köpfiger „Akteursrat“ mit Unterstützung des Umweltberatungsunternehmens Ree-Mix aus Landau ein Leitbild und geeignete Vorhaben für den Klimaschutz erarbeitet. Am 13. Januar 2016 werden bei der Abschlussveranstaltung die Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentiert, kündigte Bürgermeister Torsten Blank (SPD) an. Stefan Jergentz vom Institut für Umweltwissenschaften an der Uni in Landau und Christoph Weinmann, Moderation, Prozessbegleitung und Beratung aus Karlsruhe, gingen auf die bisherige Entwicklung des Klimaschutzkonzeptes ein. Das Ergebnis soll die Grundlage einer politischen Weichenstellung darstellen. In dem Leitbild kommt zum Ausdruck, welche Verantwortung auch die Bewohner der 14 Gemeinden der VG Landau-Land haben, wenn es um die „Hinterlassenschaften“ für die kommenden Generationen geht. Mit Umweltbildung und gezielter Information soll das Umweltbewusstsein der Bürger sensibilisiert werden. Als nächstes wurden Aktionspakete geschnürt. Konkrete Schritte, die sich positiv auf die Reduktion des CO2 auswirken, wurden gesammelt und bewertet. Alle vorgestellten Ideen wurden beim Bürgerforum entsprechend ihrer Wichtigkeit individuell bewertet. So wurden für den Ausbau der regenerativen Energieerzeugung Solarthermie, Fotovoltaik, Geothermie, Heizen mit nachwachsenden Rohstoffen, Ökostrom und Ökogas, Abwärme-Rückgewinnung, Pelletproduktion aus Trester und Rebholz, Wasserwirbelkraftwerk, bei der alte Mühlen einbezogen werden sollen, oder Bürgersolar vorgeschlagen. Die Umweltbildung soll gezielt gefördert werden, unter anderem durch eine energetische Früherziehung, Informationen in den Kindertagesstätten und Schulen, Einsatz von Energie-Detektiven in Kitas und Schulen, Energie-Olympiaden an Schulen, Wanderausstellungen zu Themen wie Energie, Senioreninfos und Vereinsschulung. Motivation erzeugen möchte man über Leuchtturm-Projekte, einen Innovationspreis, Dorfranking oder einen Energiepass. Gedacht ist auch an ein Beratungsnetzwerk oder einen Klimaschutzmanager. Aufgezeigt werden sollen Energieeinsparungspotenziale wie die Prüfung von Nachtabsenkungen, Eigenverbrauchskonzepte, Austausch der Leuchtmittel (LED) oder stromsparende Haushaltsgeräte. Im Katalog enthalten sind auch Wohnraumsanierung mit Außenwanddämmung oder Modernisierung der Heizungsanlagen. Gestaltet werden soll der kommunale Verantwortungsbereich mit Dorfladen, kommunalem Nahwärmenetz, nachhaltigem Konsum in der Verwaltung oder auch Monitoring zur Motivationssteigerung, Ausbau von Fahrradwegen, Stärkung des ÖPNV, Carsharing, Fahrgemeinschaften oder Elektro-Tankstellen für Autos und Fahrräder. (som)

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