Edesheim RHEINPFALZ Plus Artikel Parkplatz-Frage bleibt Knackpunkt: Zukunft der Schlossfestspiele geklärt

Mehr als 20 Jahre war das Schloss Edesheim in der Freiluftsaison Schauplatz für eine Kulturreihe.
Mehr als 20 Jahre war das Schloss Edesheim in der Freiluftsaison Schauplatz für eine Kulturreihe.

Vor drei Jahren wurden die Schlossfestspiele in Edesheim abgesagt. Seither ringen die Verantwortlichen um eine Fortsetzung. Jetzt ist die Kulturreihe aber endgültig vorbei.

Die Gemeinde Edesheim, in persona Ortsbürgermeister Christian Kocher (CDU), und die Verantwortlichen des Schlosses hatten sich im Laufe der vergangenen zwei Jahre wieder angenähert, um das beliebte Kulturprogramm vor historischer Kulisse wiederbeleben zu können. Doch nun kommen beide Parteien zu dem Entschluss, dass aus diesem Gedanken nichts mehr wird. Das teilen sie der RHEINPFALZ auf Anfrage mit. „Leider hat sich im Verlauf der Gespräche herausgestellt, dass eine Wiederaufnahme der Schlossfestspiele unter den gegebenen Voraussetzungen derzeit nicht realisierbar ist“, heißt es in ihrer gemeinsamen Presseerklärung.

Seit Herbst 2024 und damit wenige Monate nach der Amtsübernahme durch Kocher wurden verschiedene Lösungen besprochen, um die Schlossfestspiele, die es in dem Pfälzer Dorf mehr als 20 Jahre lang gab, wieder veranstalten zu können. So gab es auch die Überlegung, einen Teil der an der Grundschule angrenzenden Weinbergsfläche für Parkplätze zu opfern. Dieser Gedanke wurde allerdings unter anderem aus Kostengründen nicht weiterverfolgt.

Kocher: Hatten beide den Willen

Weil er, Kocher, und auch Schlossdirektor Andreas Lorenz in den vergangenen Monaten immer wieder auf eine mögliche Fortsetzung der Schlossfestspiele angesprochen wurden, wollen sie nun Klarheit schaffen. Verbunden mit der Botschaft, dass auf beiden Seiten zwar der Wille für eine Fortsetzung bestand, aber keine Lösung dafür gefunden werden konnte, wie das gelingen soll.

2023 war es mit der Tradition in Edesheim abrupt zu Ende gegangen, nachdem die Akteure hinsichtlich der Parkplatzregelung keine Einigung erzielen konnten. Die Baugenehmigung für die Seebühne auf dem Schloss-Areal aus dem Jahr 2000 hatte die Kreisverwaltung an die Auflage geknüpft, dass ausreichend Stellplätze für die Besucher bereitgestellt werden, 150 an der Zahl. In der Folgezeit wurden jährlich rund 20 Events organisiert, bei denen unter anderem Künstler wie Bülent Ceylan begrüßt werden konnten. Doch die geforderten Parkplätze konnten nie nachgewiesen werden, unter anderem weil im Ort kein geeigneter Standort dafür gefunden werden konnte.

Schloss wollte sich von Forderung „freikaufen“

Auch die zwischenzeitliche Idee der Schloss-Verantwortlichen, die Parkplätze abzulösen, sich also durch einen finanziellen Betrag von der Forderung freizukaufen, schlug fehl. Wie bislang sollten Besucher in dieser Variante an den Spieltagen des Kulturprogramms freie Parkplätze im Ort nutzen. Der Gemeinderat nahm den Vorschlag nicht an, weil der angebotene Beitrag deutlich unter der Summe lag, die nach der Stellplatz-Ablösesatzung erforderlich gewesen wäre.

Inzwischen sind in den Reihen des Gemeinderates zwar andere Akteure am Werk, zu denen auch Ortschef Kocher gehört. Doch das gewünschte Ergebnis kann nun doch nicht präsentiert werden. „Derzeit müssen wir leider diese Situation akzeptieren“, erklärt Kocher. Das heiße aber nicht, dass man nicht in anderer Angelegenheit zusammenarbeiten werde. So sei angedacht, öffentliche Veranstaltungen wie die Krönung der Weinprinzessin auf dem Schlossgelände zu feiern.

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