Bad Bergzabern Neues Backbuch mit Rezepten aus Uromas Zeiten
Die gebürtige Kölnerin Helga Rosemann, die seit 2009 in Bad Bergzabern lebt, hat sich wieder auf Spurensuche in Sachen Butter, Zucker, Eier und Mehl gemacht. Und dabei, neben alten Rezepten, unter den Überschriften „Gudes zum Woi“ oder „Die Pfälzer und ihr Gebäcksle“ die eine oder andere Anekdote gefunden.
Diese kleinen Geschichten versüßen das Suchen nach den richtigen Backrezepten. Im Buch findet sich Allerlei, von Brotrezepten wie das Pfälzer Grumbeerbrot über Flammkuchen mit Trauben und Walnüssen bis hin zum Weihnachtsgebäck. Bei dem Rezept Wespe-Nester, eine Pfälzer Bezeichnung für Mandelmakronen, gibt es zum Beispiel sogar den Hinweis, dass man 50 Gramm Zucker durchaus einsparen kann. Dies würde den Geschmack der süßen Leckerei nicht beeinträchtigen. Das ist gewiss ein ungewöhnlicher Hinweis in Backbüchern.
Rezepte aus dem Jahr 1870
Drei wirklich alte Rezepte aus Großmutters oder gar Urgroßmutters Zeiten um 1870, nämlich Golle-Molle (auf Hochdeutsch: Apfel im Schlafrock), Pfälzer Brockelkuchen und den Pfitzauf – ein Küchlein mit einer krossen Haube aus Zucker und Zimt –, findet man zudem in dem Buch. Und die Feststellung, dass, wenn man danach bäckt, dies leichter geht als damals. Gleichbleibende Temperatur des Backofens oder auch den Mixer, der den Schneebesen ablöst, sind da in der heutigen Zeit sehr von Vorteil.
Info
Das Buch „Pfälzer Küchenschätze – Das Backbuch“, ISBN 978-3-8313-3024-9, ist im Wartberg-Verlag erschienen. Es kostet 16,90 Euro und ist online erhältlich.