Billigheim-Ingenheim
Neuer Kunstrasenplatz eingeweiht
Bereits seit 2004 bemüht sich der Landesligist Fortuna Billigheim-Ingenheim um einen neuen Sportplatz. Mit einem Antrag beim Land und dem „Goldenen Plan“, der für den Ausbau von Sportstätten in Deutschland sorgen soll, versuchten die Verantwortlichen, das nötige Geld für den Kunstrasenplatz zusammen zu bekommen. Der Verein erhielt jedoch keinen Zuschlag. Ein neuer Plan musste her.
Nachdem 2011 die beiden Vereine Billigheim und Ingenheim fusioniert hatten, überlegte der Vorstand, den neuen Platz in Ingenheim zu bauen, da die Voraussetzungen dort die besseren waren. Der Umbau hätte aufgrund der Vorarbeiten am Ingenheimer Sportplatz rund 150.000 Euro weniger gekostet. Der Verein entschied sich jedoch trotz der Kosten gegen einen Kunstrasen in Ingenheim, da dieser das ganze Jahr genutzt würde und der Verein die anliegenden Nachbarn nicht zu sehr belasten will.
Name des Stadions wurde verkauft
Angesetzt war das Projekt mit 600.000 Euro. Das Besondere an der Sache? Der Platz war laut Verein einer der ersten in Rheinland-Pfalz, der komplett über Spenden finanziert wurde. 200.000 Euro kamen von der Ortsgemeinde. 140.000 Euro kamen aus 158 Einzelspenden. Ebenso wurde der Stadionname verkauft, weswegen in Billigheim jetzt die „Weiß & Sohn Arena“ steht. Heißt: Es gab zusätzliche Geldquellen.
Am 20. Juni 2020 wurde der neue Kunstrasenplatz endlich fertiggestellt. 34 freiwillige Helfer, 700 Arbeitsstunden und rund 590.000 Euro hat es gebraucht, um den Traum des Vereins wahr werden zu lassen. Der Spatenstich war am 22. Februar 2019 gewesen.
Korkgranulat statt Mikroplastik
Der Kunstrasen kommt übrigens von der Firma CCGras, die hauptsächlich Plätze in Skandinavien und den Niederlanden baut. Ein paar Besonderheiten bringt der neue Rasen mit sich. Es wurde beim Bau komplett auf Kunststoff und Mikroplastik verzichtet. Ersetzt wurden diese Materialien mit dem umweltfreundlicheren Korkgranulat. Eine 35 Millimeter dicke Schicht soll für Ebenheit und die nötige Elastizität sorgen, die einen strapazierfähigen Rasen verspricht.
„Es ist ein Platz der modernsten Bauart“, sagt Fortuna-Vorstand Markus Degen, der allen Spendern dankt. Ohne die wäre das Projekt nicht möglich gewesen. Auf dem Rasen darf ab kommenden Samstag der Ball rollen. Eine offizielle Einweihung wird es aufgrund von Corona erst nächstes Jahr geben.