Kreis Südliche Weinstraße Neue Schicht für Dorfstraßen

Der vom Gemeinderat Göcklingen einstimmig gebilligte Doppelhaushalt 2017/18 ist geprägt von der Sanierung der Ortsstraßen im kommenden Jahr.
Während das Zahlenwerk für 2017 noch ein Plus von 2640 Euro ausweist, ist im kommenden Jahr mit einem Defizit von knapp 100.000 Euro zu rechnen. In seinen Ausführungen zum Haushalt erwähnte Ortsbürgermeister Fritz Garrecht (SPD) auch den Erwerb des Anwesens Steinstraße 2, den Beginn der Sicherungsmaßnahmen, den Abschluss der Sanierung der Friedhofshalle und die Einrichtung eines Freifunks. Zuschüsse übers Fassadenerneuerungsprogramm und eine Zuwendung für die Sanierung des Turms der evangelischen Kirche verursachten im abgelaufenen Jahr Ausgaben von 120.000 Euro. Für die kommenden Haushaltsjahre sind auch Sanierungen von gemeindeeigenen Gebäuden und der Kaiserberghalle vorgesehen. Die Förderung der kulturellen Vereine und deren Veranstaltungen sowie Zuwendungen für die Kirchen sind ebenfalls vorgesehen. Voraussetzung für freiwilligen Leistungen ist auch die Erhöhung der Rücklagen. Diese sind bis Ende 2016 auf 782.000 Euro gestiegen, angepeilt wird Ende dieses Jahres die Marke von 800.000 Euro. In diesem Zusammenhang äußerte sich der Ortsbürgermeister auch zu Kommentierungen von seinen Kollegen in Sachen „Göcklinger Schotter“, womit die Einnahmen aus der Steinbruchverpachtung gemeint seien. Denn davon profitierten in Gestalt von Umlagen auch alle anderen Gemeinden. Mit den Einnahmen aus der Fotovoltaikanlage und Mieteinnahmen erzielt die Gemeinde umlagefreie Einkünfte von jährlich 30.000 Euro. Eine Ersparnis von 9000 Euro resultiere aus der LED-Umstellung bei der Straßenbeleuchtung. Die Sätze betragen für Grundsteuer A 300 Prozent, Grundsteuer B 365 und die Gewerbesteuer 365 Prozent. Die wiederkehrenden Beiträge für Feld- und Waldwege werden auf 35 Euro pro Hektar festgesetzt. Das Abbrechen eines von Pilzen befallenen Baumes am Bachlehrpfad im Frühjahr ist Anlass dafür, in der Ortslage von Göcklingen im Bereich des Kaiserbachs und im Bereich des Parkplatzes am Friedhof auf den Gemeindeflächen den Baumbestand zu kontrollieren und zu dokumentieren. Ziel ist das Erstellen eines Baumkatasters, um künftig Bruchschäden und etwaige Folgen zu verhindern. Einstimmig beschloss der Gemeinderat, ein Baumkataster in Auftrag zu geben. Der Ortsbürgermeister wurde beauftragt, nach Erhalt der Angebote den Auftrag hierfür zu vergeben. Im Haushaltsplan werden dafür 6000 Euro zur Verfügung gestellt.