Kreis Südliche Weinstraße Neubau steht nichts mehr im Weg

Die Finanzierung des Siebeldinger Sporthallen-Projektes ist fast in trockenen Tüchern: Der Verbandsgemeinderat Landau-Land hat am Dienstagabend einstimmig dem Neubau durch die Ortsgemeinde Siebeldingen sowie dem Finanzierungskonzept zugestimmt.
Dies sieht bei dem mit 900.000 Euro veranschlagten Neubau vor, dass sich die Verbandsgemeinde im Blick auf den Schulsport der Grundschule Siebeldingen sowie die Tatsache, dass eine Sporteinheit für Siebeldingen im Sportstätten-Rahmenleitplan vorgesehen ist, mit 200.000 Euro beteiligt. Zudem soll die Verbandsgemeinde laut Konzept 50 Prozent der künftigen Unterhaltungskosten übernehmen. Just an dieser Position schieden sich in der langen Aussprache die Geister. Immer wieder wurde das Beispiel Sporthalle bei der Klingbachschule in Billigheim-Ingenheim gebracht, bei der die Verbandsgemeinde die Unterhaltungskosten in voller Höhe trägt. Dietmar Pfister (SPD), Ortsbürgermeister von Billigheim-Ingenheim, hielt mit dem Hinweis auf den Eigenanteil der Gemeinde bei den Investitionskosten der Sporthalle bei der Klingbachschule an einer Fifty-fifty-Lösung bei den Unterhaltungskosten der künftigen Sporthalle Siebeldingen fest. Jürgen Geiler von den Grünen war dagegen der Auffassung, dass gleiches Recht für alle gelten müsse und die Verbandsgemeinde demnach nicht nur in Billigheim-Ingenheim, sondern auch bei der Sporthalle im Queichtal die Unterhaltungskosten in voller Höhe übernehmen sollte. Roland Mayer (CDU) und Fritz Garrecht (SPD) begrüßten das Konzept, ließen aber das Thema Unterhaltungskosten in ihren Wortbeiträgen offen. Um das Sporthallen-Projekt nicht zu gefährden, folgte der Rat schließlich dem von Bürgermeister Torsten Blank (SPD) und Siebeldingens Ortsbürgermeister Peter Klein (parteilos) eingebrachten Beschlussvorschlag. Wie berichtet, soll östlich dem im Jahre 2013 erweiterten und modernisierten Dorfgemeinschaftshaus eine Turnhalle mit einer Innenfläche von 15 mal 27 Meter errichtet werden. Der Neubau soll neben der Sportfläche einen Gerätenebenraum und einen Technikraum enthalten und an die neu vorhandenen Umkleide- und Sanitärräume des Dorfgemeinschaftshauses angegliedert werden. Die bisherige Turnhalle aus dem Jahr 1970/71, die 2006 aus Sicherheitsgründen geschlossen wurde, soll der Abrissbirne zum Opfer fallen. An ihrer Stelle sollen zwei bis drei Bauplätze entstehen. Der Verkaufserlös der Grundstücke dient der Finanzierung des Eigenanteils der Ortsgemeinde beim Neubau, der nach dem vorliegenden Modell bei 150.000 Euro liegen wird. Danach werden 360.000 Euro aus dem „Goldenen Plan“, der Sportförderung des Landes, 90.000 Euro vom Landkreis, jeweils 30.000 Euro von den Ortsgemeinden Birkweiler und Frankweiler und 40.000 Euro aus Spenden und Eigenmitteln des Vereins „Zusammen etwas bewegen“ erwartet. Während sich der Ortsgemeinderat Birkweiler bereits einstimmig für eine Unterstützung entschieden hat, steht der Beschluss des Gemeinderates Frankweiler noch aus. Bernd Kost (FDP) ließ den VG-Rat wissen, dass man sich intern bereits für eine Unterstützung verständigt habe und der Ratsbeschluss lediglich eine Formsache sei. Die wohl größte Hürde ist jetzt im Sportstättenbeirat des Landkreises zu nehmen, der voraussichtlich im nächsten Monat tagen wird. Das Gremium muss sich mit dem Thema „Neuordnung der Prioritätenliste des Landkreises über die Sportstätten- Förderung 2015 und Folgejahre“ befassen. Derzeit rangieren das Sportzentrum Edenkoben und das Kalmit-Bad in Maikammer auf den vorderen beiden Plätzen. (som)