Bad Bergzabern RHEINPFALZ Plus Artikel Nach Waldbrand: Schon jetzt ist die Feuergefahr groß [mit Bildergalerie]

Die Flammen sind am Freitagabend weithin sichtbar. Ein Anwohner fotografiert den Waldbrand von seinem Balkon aus sicherer Entfer
Die Flammen sind am Freitagabend weithin sichtbar. Ein Anwohner fotografiert den Waldbrand von seinem Balkon aus sicherer Entfernung.

Am Freitag brennt in Bad Bergzabern plötzlich der Wald. Der Feuerwehrchef berichtet von einer „Material- und Personalschlacht“. Klar ist: Die Waldbrandsaison hat begonnen.

„Flächenbrand klein“ – dieser Alarm erreicht die Feuerwehr Bad Bergzabern am vergangenen Freitagabend zwischen 21.30 und 22 Uhr. In der Wiesenstraße nahe der Edith-Stein-Klinik sei ein Feuer ausgebrochen, meldet ein Anrufer der Leitstelle über den Notruf 112. Als die Feuerwehr dort eintrifft, finden die Einsatzkräfte – nichts. Dann überschlagen sich die Ereignisse. Der Alarm wird hochgestuft auf „Flächenbrand groß“. Für die Feuerwehrleute beginnt eine Suchaktion, die sie schließlich in die Kurtalstraße führt. Im Wald oberhalb des Hotels Luise schlagen Flammen in die Höhe, „drei bis vier Meter, teilweise auch höher“, wie Dirk Nerding, Wehrleiter der Verbandsgemeinde Bad Bergzabern, am Montag berichtet.

Die Flammen sind am Freitagabend weithin sichtbar. Ein Anwohner fotografiert den Waldbrand von seinem Balkon aus sicherer Entfer
Die Flammen sind am Freitagabend weithin sichtbar. Ein Anwohner fotografiert den Waldbrand von seinem Balkon aus sicherer Entfernung.
Die Flammen sind am Freitagabend weithin sichtbar. Ein Anwohner fotografiert den Waldbrand von seinem Balkon aus sicherer Entfer
Die Flammen sind am Freitagabend weithin sichtbar. Ein Anwohner fotografiert den Waldbrand von seinem Balkon aus sicherer Entfernung.
Die Flammen sind am Freitagabend weithin sichtbar. Ein Anwohner fotografiert den Waldbrand von seinem Balkon aus sicherer Entfer
Die Flammen sind am Freitagabend weithin sichtbar. Ein Anwohner fotografiert den Waldbrand von seinem Balkon aus sicherer Entfernung.
Die Flammen sind am Freitagabend weithin sichtbar. Ein Anwohner fotografiert den Waldbrand von seinem Balkon aus sicherer Entfer
Die Flammen sind am Freitagabend weithin sichtbar. Ein Anwohner fotografiert den Waldbrand von seinem Balkon aus sicherer Entfernung.
Der Wilhelms-Pavillon ist nur wenige Meter entfernt von der Brandstätte. Die Flammen haben das kleine Häuschen zum Glück nicht e
Der Wilhelms-Pavillon ist nur wenige Meter entfernt von der Brandstätte. Die Flammen haben das kleine Häuschen zum Glück nicht erreicht.
Auf dem Boden liegen überall verkohlte Äste.
Auf dem Boden liegen überall verkohlte Äste.
An einigen Baumstämmen sind die Brandspuren deutlich zu erkennen.
An einigen Baumstämmen sind die Brandspuren deutlich zu erkennen.
Für diesen Baum kam jede Hilfe zu spät, von ihm ist nur noch ein verkohlter Stumpf übrig.
Für diesen Baum kam jede Hilfe zu spät, von ihm ist nur noch ein verkohlter Stumpf übrig.
Auf dem Boden liegen überall verkohlte Äste.
Auf dem Boden liegen überall verkohlte Äste.
Auf dem Boden liegen überall verkohlte Äste.
Auf dem Boden liegen überall verkohlte Äste.
Die Kastanie wurde wohl erst auf den Baumstumpf gelegt, nachdem das Feuer gelöscht war.
Die Kastanie wurde wohl erst auf den Baumstumpf gelegt, nachdem das Feuer gelöscht war.
Auf dem Boden liegen überall verkohlte Äste.
Auf dem Boden liegen überall verkohlte Äste.
Auf dem Boden liegen überall verkohlte Äste.
Auf dem Boden liegen überall verkohlte Äste.
Auf dem Boden liegen überall verkohlte Äste.
Auf dem Boden liegen überall verkohlte Äste.

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Am Samstagmorgen gibt die Polizei eine Meldung heraus, wonach sich der Brand auf etwa einen Hektar erstreckt hat, also ungefähr auf einer Fläche, die so groß wie ein Fußballfeld ist. „Das sah schon groß aus“, erzählt Carsten Brühl. Er wohnt in Bad Bergzabern und konnte den Waldbrand vom Balkon seiner Wohnung aus sehen. „Ich fand es schon beängstigend“, sagt Brühl. „Man wusste ja nicht, wie sich das entwickelt.“ Er selbst ist in sicherer Entfernung zu den Flammen. Allerdings stehen die Häuser im Hörnchenweg keine 200 Meter Luftlinie entfernt von der Stelle, an der das Feuer wütet. In Gefahr sind die Gebäude und vor allem deren Bewohner nicht. Denn die Einsatzkräfte der Feuerwehren Bad Bergzabern, Böllenborn, Birkenhördt, Oberotterbach und Klingenmünster bringen die Lage rechtzeitig unter Kontrolle. Trotz widriger Umstände.

Herausforderungen der Einsatzkräfte im steilen Gelände

„Physisch war das schon eine Herausforderung“, sagt Nerding, der die Einsatzleitung innehatte. Eine direkte Anfahrt zum Feuer ist nicht möglich, zudem brennt es in einer Hanglage. „Von oben her ging nicht viel“, erklärt Nerding. Schließlich werden von der Kurtalstraße aus Leitungen den steilen Hang hinauf verlegt, um Wasser an die Einsatzstelle zu bekommen. Die Feuerwehrkräfte müssen derweil mit Sack und Pack zu Fuß den Berg erklimmen. „Das war eine Material- und Personalschlacht“, sagt Nerding.

Am Montag, drei Tage nach dem Waldbrand, liegt oberhalb des Wilhelms-Pavillons immer noch der Geruch von verbranntem Holz in der Luft. Auf dem Boden liegen verkohlte Äste, auch einige Bäume weisen deutliche Brandspuren auf. Die betroffene Fläche wirkt allerdings kleiner als ein Hektar – und sie ist es auch. Nerding spricht mittlerweile von knapp 400 Quadratmetern. „Vom Flammenbild her hat es nach mehr ausgesehen“, erklärt er. Zumal das in der Dunkelheit auch nicht so gut einzuschätzen sei. Unabhängig davon, wie groß die Brandfläche ist, betont Nerding: „Da hätte deutlich mehr passieren können.“

Waldbrandgefahr in Rheinland-Pfalz steigt

Denn anders als womöglich vermutet, ist die Vegetation nicht erst im Hochsommer, sondern auch schon jetzt sehr trocken. Das schlägt sich auf den Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes (DWD) nieder. Wie die rheinland-pfälzische Forstverwaltung Landesforsten auf Anfrage der RHEINPFALZ mitteilt, wird die Waldbrandgefahr in Bad Bergzabern von aktuell Stufe zwei im Laufe der Woche auf Stufe drei ansteigen. Das sei angesichts der Jahreszeit untypisch früh. Die Skala reiche von Stufe eins bis fünf.

Nerding erklärt, dass Stufe drei am Freitag bereits erreicht war. Wegen des Regens am Sonntag sei die Gefahr wieder zurückgestuft worden. Im Hinblick auf drohende Waldbrände hofft der oberste Feuerwehrmann im Bad Bergzaberner Land darauf, dass es zwischendurch immer wieder regnet. So wie im vergangenen Jahr, als die Gefahr den ganzen Sommer über vergleichsweise gering war und es zumindest rund um die Kurstadt keine größeren Brände gab. Nerding betont aber auch: „Wenn es nicht kontinuierlich nachfeuchtet, hat die Waldbrandsaison begonnen.“

Landesforsten gibt ab Stufe vier Warnmeldungen an die Öffentlichkeit heraus, wie die Behörde mitteilt. Schon jetzt ist offenes Feuer im Wald tabu. Auch eine weggeworfene Zigarette reicht aus, um ein Feuer zu entfachen. Was zu dem Brand am Freitag in Bad Bergzabern geführt hat, ist noch unklar. Die Polizei ermittelt weiterhin. Wie ein Sprecher der Kriminalpolizei Landau auf Anfrage mitteilt, begutachten Brandermittler am Montagnachmittag gemeinsam mit der Feuerwehr den Ort des Geschehens.

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