Göcklingen Moderne Gestaltung: Neues Leben für den Friedhof
Der Friedhof verändert sich – auch seine Bedeutung in der Bevölkerung für das Miteinander und als Platz der Begegnung. Der Grund ist darin zu suchen, dass Menschen mobil sein müssen und sich nicht immer am gleichen Ort wohnen, wo sich auch der Heimatfriedhof befindet. Somit sinken die Chancen, das Grab der Familienmitglieder zu pflegen. Deshalb lassen sich bei der Bestattungskultur gewisse Trends erkennen.
Die Ortsgemeinde Göcklingen verschließt sich dem nicht und hat nun die Umgestaltung des örtlichen Friedhofs beschlossen – für rund 155.300 Euro soll sich sein Erscheinungsbild verändern, berichtet Ortsbürgermeisterin Manuela Laub. Ein von der Ortsgemeinde beauftragtes Ingenieurbüro aus Oberotterbach hatte vier Angebote eingeholt, eine Firma aus Landau hat nun den Zuschlag bekommen. 30 Prozent der Kosten sollen vom Land gefördert werden, teilt die Ortschefin mit.
Stätte der Begegnung
Da die Erdbestattungen deutlich zurückgingen, sollen künftig auch Baum- und Wiesenbestattungen angeboten werden, wo Platten als Grabstein dienen. Der Vorplatz wird neu gestaltet, es soll Sitzgelegenheiten geben in Nähe zu einem Wasserspiel, das die Besucher auch zum Verweilen einladen und für eine entspannte Atmosphäre sorgen soll.
Dass sich der Friedhof auf lange Sicht verändern müsse, sei schon länger Thema im Ort, sagt die Ortsbürgermeisterin. Im vergangenen Jahr habe es eine Bürgerversammlung zu diesem Thema gegeben, aus der auch Ideen eingeflossen seien. Viele Bürger sähen sich nicht mehr in der Lage , eine ordnungsgemäße Grabpflege leisten zu können, deshalb steige die Anzahl der Urnen- und Anonymbestattungen – nicht nur in Göcklingen, wie auch aus Gesprächen mit anderen Gemeinden hervorgegangen sei.
Dennoch soll der Friedhof auch in Zukunft eine Begegnungsstätte bleiben und die Ortsbürgermeisterin hofft, dass dies durch die baulichen Veränderungen, die für eine Art Parkcharakter sorgen sollen, auch wieder etwas mehr so sein wird.