Kreis Südliche Weinstraße Mit 72 Sachen durch 30er-Zone

Das Verhalten der Verkehrsteilnehmer an den beiden Punkten in Bornheim, bei denen Tempo 30 eingeführt wurde, lasse sehr zu wünschen übrig. Dieses Fazit zog Ortsbürgermeister Karl Keilen (parteilos) in der jüngsten Gemeinderatssitzung.
In dieser wurden die Ergebnisse der Geschwindigkeitsmessungen durch das Ordnungsamt der VG Offenbach vorgestellt. Tempo 30 gilt an den beiden gefährlichen Punkten beim katholischen Kindergarten „St. Laurentius“ und an der angrenzenden Bushaltestelle in der Hauptstraße sowie im Einmündungsbereich Dammheimer Straße/Hauptstraße. Hier verläuft der Schulweg. Im Einmündungsbereich wurden vom 17. bis 20. März, jeweils ganztägig, 10.469 Fahrzeuge gezählt. Davon fuhren 7220 (68,97 Prozent) zu schnell. Die höchst gemessene Geschwindigkeit lag bei 72 Stundenkilometern. Beim Kindergarten wurden vom 24. bis 27. März 6328 Fahrzeuge gezählt. Davon waren 4062 (64,19 Prozent) zu schnell unterwegs. Die höchste gemessene Geschwindigkeit lag hier auch bei 72 Stundenkilometern. Zudem wurde das Fahrverhalten beim Anwesen Hauptstraße 9 vom 14. bis 17. April unter die Lupe genommen. Hier wurden 7991 Fahrzeuge gezählt. Davon fuhren 5721 (71,59 Prozent) schneller als das erlaubte Tempo 30. Die höchste gemessene Geschwindigkeit lag hier bei über 70 Stundenkilometern. Es werde leider immer noch zu schnell gefahren und damit Kita- und Schulkinder gefährdet, so Keilen. Die Messergebnisse seien an die Polizei Landau weitergeleitet worden, die nun über mögliche Radarkontrollen entscheidet. Keilen kündigte für Dienstag, 14. Juli, in der Verbandsgemeinde eine Verkehrsschau mit dem Ordnungsamt, der Polizei und dem Landesbetrieb Mobilität an, bei der die Verkehrsprobleme erörtert werden sollen. Im Vorfeld könnten die Bürger Verkehrsprobleme an ihn schriftlich (Hauptstraße 90, Bornheim) oder freitags von 17 bis 18 Uhr persönlich im Rathaus oder in der gleichen Zeit telefonisch unter 06348 8808 melden, so Keilen. Mit Schreiben vom 17. März bittet die protestantische Kirchengemeinde Essingen-Dammheim-Bornheim um einen Zuschuss für die Konfirmandenfreizeit vom 13. bis 15. Februar in Neustadt. Einstimmig beschloss der Rat die Förderung von 60 Euro. Keilen appellierte an die Bürger, die Verschmutzung auf öffentlichen Plätzen und Bushaltestellen einzudämmen. Der Bauhof könne aus Kostengründen nicht tagtäglich zu deren Reinigung herangezogen werden.