Maikammer
Mehr Grün statt Brötchenverkauf
Am nordöstlichen Ortseingang Maikammers soll eine Hotelanlage mit fünf Gebäudeteilen, 60 Doppelzimmern, Restaurant, Wellnessbereich und Konferenzräumen gebaut werden. Bauträgerin ist die Speeter-Gruppe in Bornheim, die Gemeinde stellt einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan auf. Verschiedene Änderungen sind mittlerweile in die Planung eingearbeitet worden, so dass die Entwürfe erneut öffentlich ausgelegt werden können. Wichtigste Punkte sind die Reduzierung der Bauhöhe und der Wegfall des Backwarenverkaufs.
Erste Ideen zu dem Hotelprojekt gab es bereits vor zehn Jahren, erinnerte Professor Karl Ziegler im Gemeinderat. Ziegler, der mit Studierenden der Universität Kaiserslautern Entwürfe zur städtebaulichen Nutzung des Areals entwickelt hat, hat die Federführung beim Bebauungsplan. Die Bauhöhen der Gebäudeteile liegen nun bei 12,50 und 16 Meter statt bei 13,75 und 18 Meter, erläuterte Ziegler. Dies sei unter anderem dadurch erreicht worden, dass das Gebäude etwas tiefer in die Erde „gedrückt“ worden sei.
Richtung Norden „verschoben“
Die Fläche, die durch den Wegfall des Backwarenverkaufs frei geworden ist, werde unter anderem für eine bessere Begrünung der Parkplätze und eine Vergrößerung der Terrasse genutzt. Außerdem werde die Hotelanlage um etwa fünf Meter in Richtung Norden verschoben. Die Zufahrt der Anlage läuft über den Kreisel. Dieser werde täglich von rund 12.000 Fahrzeugen befahren, weitere rund 400 Bewegungen, die durch das Hotel mit hundert Parkplätzen erwartet werden, fielen nicht ins Gewicht.
Ortsbürgermeister Karl Schäfer (CDU) wies nochmals auf die Notwendigkeit eines Hotels hin. In den vergangenen zehn Jahren seien in Maikammer rund hundert Gästebetten weggefallen, und es bestehe die Gefahr, dass dieser Prozess sich fortsetze. Dass die Gäste nun am Ortseingang quasi mit einem Hotel „begrüßt“ würden, sei gut. „Sehr zufrieden“ zeigte sich Gerhard Kruppenbacher (CDU) mit dem Entwurf. Er freue sich, wenn es nun endlich losgehe mit dem Bau.
Bernhard Blumenstiel (SPD) machte deutlich, dass der Gemeinderat sich sehr bemüht habe, alle Interessen unter einen Hut zu bringen, besonders bei der Höhe der Gebäude. Bei der Gestaltung der Fassade und der Auswahl der Baumaterialien sei darauf geachtet worden, dass das Gebäude sich harmonisch in die Umgebung einfügt. So werde das Erdgeschoss mit Sandstein abgesetzt.
Schäfer erklärte, dass es bei der erneuten Beteiligung der Öffentlichkeit ausschließlich um die Veränderungen im Entwurf gehe.