Kreis Südliche Weinstraße „Langer von Nizza“ und „Blauer Schwede“

Sarah und Jonas sind mit ihrer Mama Miriam auf der Suche nach dem schönsten Kürbis.
Sarah und Jonas sind mit ihrer Mama Miriam auf der Suche nach dem schönsten Kürbis.

Dezent nussig, geeignet für Süßspeisen oder sogar zum roh essen ist „Puccini“, leicht süßlich schmeckt der „Langer von Nizza“ und der „Jack O` Lantern“ ist der klassische Halloweenkürbis zum Aushöhlen. Das sind nur drei von rund 50 Sorten, die es am Wochenende auf dem Kürbismarkt in Bad Bergzabern gab.

Ein gutes Dutzend Marktstände, wie vom Werbekreis angekündigt, waren es dann doch nicht, aber von den acht Marktbeschickern waren die meisten zufrieden. Besonders am Vormittag sei viel los gewesen, hieß es. „Die Ernte war gut in diesem Jahr“, erzählt Beate Schwögler vom Kürbishof in Birkenhördt, der die Kürbisse selbst anbaut. Sie seien gut ausgereift in diesem Jahr, und besäßen ein intensives Aroma.

Verkäufer zufrieden

Kürbisse, die umgangssprachlich als Gemüse bezeichnet werden, zählen übrigens zu den Beerenfrüchten. „Unsere Zierkürbisse sind in diesem Jahr besonders schön geworden“, erzählt Beate Schwögler und zeigt auf die teils exotisch-bizarr geformten Exemplare. Kartoffeln, von denen der Kürbishof ebenfalls ungewöhnliche Sorten wie den „Blauen Schweden“ oder die „Rote Emma“ angebaut, Äpfel und Nüsse finden ebenfalls ihre Abnehmer. Ein Ehepaar aus Karlsruhe kauft am Stand aus Steinfeld Quitten. „Wir machen Quittenmus daraus, weich kochen, durch die flotte Lotte drehen und Gelierzucker dazu“, verraten sie das Rezept. Am Stand gibt es auch stachelige Ziergurken und bemalte Kürbisse zur Dekoration. „Ich bin mit dem Verkauf zufrieden“, sagt Erika Brendel aus Oberotterbach, Mitglied beim Imkerverein Bad Bergzabern, an ihrem Stand mit vielen Honigsorten und Produkten aus Bienenwachs. Der Imkerverein hat 50 Mitglieder. „Wichtig ist in unserer Region der Kastanienhonig“, sagt die Fachfrau, bei der es auch Honig mit Zimt gibt. Taschen, Handgedrechseltes aus Holz, wie der Pfälzer „Schoppedeckel“, geräucherte Forellen und Schwarzwälder Schinken finden ebenfalls Abnehmer.

Nicht nur Kürbisse im Angebot

Traditionell werden auf dem Kürbismarkt auch selbst gemachte Marmeladen verkauft, um Missionare in Japan zu unterstützen. „Es sind über fünfzig verschiedene Sorten, ich koche das ganze Jahr, je nach Saison der Früchte“, erzählt Gerlinde Sprenger. Wer auf Schnäppchenjagd gehen wollte, konnte das einige Meter weiter auf dem Parkplatz am Alten Rathaus auf dem Flohmarkt des evangelischen Frauenbundes tun. Gerne genutzt wurde die Möglichkeit, bei einem Glas neuen Wein und einer Bratwurst oder einem Schnitzel auf dem Marktplatz zu sitzen und dem bunten Treiben zuzusehen.

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