Kreis Südliche Weinstraße Kurstadt ist bald drin

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Noch in diesem Jahr bekommt ein großer Teil von Bad Bergzabern schnelles Internet – auf das ganz schnelle Netz müssen die Kunden allerdings noch eine Zeit lang warten. In der Stadtratssitzung informierte Jürgen Wolf von der Telekom über die Pläne zum Breitbandausbau.

„Alle ein bis zwei Jahre verdoppelt sich das Datenvolumen, aber unser Telefonnetz ist noch wie vor 50 Jahren verbunden – über Kupferkabel“, sagte Wolf. Das soll sich ändern, allerdings nur teilweise. Geplant ist, parallel zu den vorhandenen Kupferleitungen Glasfaserkabel zu verlegen – eine Investition von 70.000 Euro pro Kilometer. Der Glasfaserausbau reicht jedoch nur bis zu den Verteilerkästen. Von dort aus bringen die Kupferkabel die Technik bis ins Haus. Die schnellere Alternative wäre, Glasfaser bis ins Haus zu verlegen. Das sei jedoch gegenwärtig nicht leistbar, meinte Jürgen Wolf auf kritische Zuschauerfragen. Die Kundenakzeptanz sei gering. Und es fehle an personeller Kapazität. Um die Kupferleitung schnell zu machen, kommt Vectoring zum Einsatz, eine Technik, die elektromagnetische Störungen beseitigt. Dadurch würden höhere Bandbreiten erreicht. Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf 100 Megabit pro Sekunde, beim Hochladen bis auf 40 Megabit. Später seien mit „Super-Vectoring“ Geschwindigkeiten bis zu 250 Megabit möglich, so der Telekom-Manager. Eines Tages werde wohl auch Glasfaser bis ins Haus kommen, „aber mit der Zwischentechnik sind Sie für die nächsten Jahre gut ausgestattet“. Das schnelle Internet komme jedoch nicht automatisch ins Haus: Jeder Bürger, der beteiligt sein will, müsse der Telekom einen Auftrag erteilen. Wolf schätzt, dass das neue Netz im Stadtkern Bad Bergzaberns bis Ende 2018 in Betrieb geht. Keine Mehrheit fand bei der jüngsten Stadtratssitzung die Idee, eine Durchfahrtssperre an dem Wirtschaftsweg zu errichten, der von der Danziger Straße abgeht. Weil die Schutzhütte zwischen Bad Bergzabern und Pleisweiler und die Bank Im Oberen Steinbühl immer mehr zu Schauplätzen „nächtelanger Partys“ von Jugendlichen werden, werde der Wirtschaftsweg, obwohl das verboten ist, oft und gern befahren, was die Anwohner nervt. Es gebe genügend andere Wege, zu den Partyplätzen zu kommen, meinte Ursula Schulz. Die Sperre ergebe daher keinen Sinn.

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