Kreis Südliche Weinstraße Klimahotel Ziegelhütte „befördert“

Seit Juli 2010 ist das Hotel Gutshof-Ziegelhütte in Edenkoben wegen seiner Umweltfreundlichkeit zertifiziertes Klimahotel. Am Freitag kam noch eine weitere Auszeichnung hinzu: Inhaber Thomas Langhauser bekam den „Ökologia“-Preis der Stiftung für Ökologie und Demokratie.
Der Preis: Auf einem Holzsockel inmitten der symbolisierten Erde verwurzelt, steht eine unterschiedlich eingefärbte Frauenfigur, die afrikanische und europäische Gesichtszüge vereint. Als „Moment des Beginns“ bezeichnet der Erschaffer Martin Eckrich aus Schifferstadt die Skulptur, als würde sie „einen schönen Tanz des Lebens beginnen“. Jährlich neu erschaffen wird dieser Preis von wechselnden Künstlern und jährlich geht ein solcher „Ökologia“-Preis an Menschen, die sich „durch besonders vorbildliche Projekte zugunsten der Ökologie engagieren“, sagte Laudator Hans-Joachim Ritter in der Feierstunde. Er würdigte das „von Anfang an implementierte Umweltbewusstsein im Hotel Gutshof-Ziegelhütte, dessen Team aus Überzeugung handele und einen sorgsamen Umgang mit Ressourcen anstrebe. Herausragend seien Langhausers „unermüdliche Bemühungen um biologische Vielfalt, Energieeffizienz und Klimaschutz“ sowie die ständige Überzeugungsarbeit gegenüber den Berufskollegen. In Rheinland-Pfalz und in Südwestdeutschland führe die Ziegelhütte als erster Betrieb den Titel Klimahotel. Es bemühe sich um -Neutralität und verzeichne zwei Drittel -Ausstoß weniger als vergleichbare Einrichtungen. Als Ausgleich für den nicht vermeidbaren Ausstoß beteilige sich der Geschäftsführer an der Aufforstung im biologisch vielfältigen Panama. Dort, so informierte Ritter, wüchsen die Bäume schneller, das würde schneller gebunden, was wiederum der Trinkwasserversorgung zugute komme. Mit ausgeklügelter Technik für Heizungs- und Warmwasserbedarf habe Langhauser für ein umweltfreundliches Image seines Hotels gesorgt. Der verwendete Strom sei zu 100 Prozent Ökostrom, das neue Miniblockheizkraftwerk erzeuge Strom und die Sonnenkollektoren steuerten warmes Wasser bei. Das Dusch- und Badewasser werde wieder aufbereitet und für die Toilettenspülung benutzt. Zudem erwähnte Ritter die Bio-Produkte und Lebensmittel aus fairem Handel sowie den Verzicht auf Portionspackungen beim Frühstück. Weitere Aspekte: Ladestation für die E-Mobilität, neutrale Segwaytouren. Dass Thomas und Andrea Langhauser in vielfältiger Weise für die Nachhaltigkeit arbeiten, bestätigte Landrätin und „Ökologia 2014“-Botschafterin Theresia Riedmaier. Der Preisträger sei ein sehr gutes Beispiel dafür, wie ein erfolgreicher, mit der Region verbundener Geschäftsmann „Umwelt und Naturschutz in Übereinstimmung bringen kann mit Effizienz und Ökonomie“. Der Preis sei ein gutes Signal, auch um die Botschaft der Ökologie nach vorne zu bringen, sagte Riedmaier. Mit großer Freude und Dankbarkeit nahm Langhauser den „Umweltoskar“ entgegen. Sein Dank galt insbesondere seinen Eltern, die seine Selbstständigkeit in jungen Jahren ermöglichten. Mit dem neuen Blockheizkraftwerk könne das Hotel 80 Prozent seines Stromverbrauchs selbst produzieren, das „mache Spaß“. (ivt)