Kreis Südliche Weinstraße Kleinbus kracht in Hoftor
Ein siebenjähriges Mädchen ist gestern Morgen bei einem Unfall in der Impflinger Ortsdurchfahrt schwer verletzt worden. Es war mit seiner Mutter und drei Hunden in einem Kleinbus unterwegs, als ihnen ein 20-jähriger Autofahrer die Vorfahrt nahm. Der Wagen wurde von der Fahrbahn gedrückt und krachte in ein Hoftor. Der Schaden ist enorm.
Ein Polizist winkt gestern Morgen in Impflingen den Verkehr an einem Rettungswagen vorbei, der mitten in der Ortsdurchfahrt an der Abzweigung nach Rohrbach steht. Auf der Straße liegen auf den ersten Blick nicht identifizierbare Kunststoffteile vor einem weißen Kleintransporter, der sich in ein Hoftor gebohrt hat. Die Haube des Wagens ist eingedrückt, beide Türen stehen offen. Rohre und Kabel aus dem Motor legen sich über den Kotflügel wie die Tentakel eines Tintenfischs. Es ist 7.30 Uhr, die Morgensonne steigt gerade hinter den Dächern Impflingens hervor, als ein 20-jähriger Autofahrer einen fatalen Fehler macht. Er missachtet ein Stoppschild an der Einmündung nach Rohrbach und nimmt der Fahrerin eines Kleinbusses die Vorfahrt. Mit seinem Wagen drückt er den Mercedes von der Fahrbahn, der knallt mit voller Wucht gegen das Hoftor eines Weinguts. Die siebenjährige Tochter der Fahrerin verletzt sich durch den Aufprall schwer, die Frau erleidet Prellungen und Schnittverletzungen am ganzen Körper. Die drei Hunde, die im Wagen sitzen, tragen Blessuren davon. Das Mädchen wird mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Später geben die Ärzte erst mal Entwarnung. Erste Untersuchungen zeigen, dass sie vermutlich keine inneren Verletzungen hat. Trotzdem muss das Mädchen für 24 Stunden zur Beobachtung bleiben. Der 20-jährige Fahrer kracht bei dem Unfall nicht nur mit dem Kleinbus zusammen. Durch den Aufprall kommt sein Wagen aus der Spur und stößt mit einem entgegenkommenden Mazda zusammen. Die Sache geht glimpflich aus. Der Fahrer ist nicht verletzt. Doch die Zerstörung ist enorm. An den drei Fahrzeugen und dem Hoftor entsteht ein Gesamtschaden von rund 14.000 Euro, schätzt die Polizei. Während die Beamten den Unfall dokumentieren und die Fahrzeuge bergen, bildet sich in beiden Fahrtrichtungen ein stundenlanger Stau. Verkehrsbehinderungen sind in Impflingen derzeit aber keine Seltenheit. Seit Ende Oktober wird die Friedhofsmauer neu aufgebaut, sie war einsturzgefährdet. Deshalb wurde auf Höhe der Baustelle eine Ampelanlage eingerichtet. Der Verkehr fließt damit an dieser Stelle immer nur im Wechsel einspurig über die B 38. Das sorgt besonders im morgendlichen Berufsverkehr auf der stark befahrenen Strecke – täglich fahren knapp 15.000 Fahrzeuge durch den Ort – für Behinderungen. Impflingens Bürgermeister Günter Flicker rechnet damit, dass die Bauarbeiten Ende Januar erledigt sind. Wenn das Wetter mitspielt, könnte das sogar schon früher der Fall sein. „Bisher liegen wir im Zeitplan, jetzt kommt es auf das Wetter an.“ |ansc