Annweiler RHEINPFALZ Plus Artikel Klaudia I. zur neuen Kastanienprinzessin gekrönt

Die neue Kastanienprinzessin Klaudia I. freut sich auf die AUfgaben, die sie in ihrem Amt erwarten.
Die neue Kastanienprinzessin Klaudia I. freut sich auf die AUfgaben, die sie in ihrem Amt erwarten.

Klaudia Göpel ist die neue Kastanienprinzessin im Trifelsland und bisher eine der jüngsten. Die 16 Jahre alte Schülerin wurde zur Eröffnung des Kastanienfests in Annweiler gekrönt.

Nach zwei Jahren coronabedingter Zwangspause konnte das „Keschdefeschd“ in Annweiler über das lange Wochenende wieder stattfinden, auch wenn das Wetter nicht so recht mitspielen wollte. Immerhin hatte der Dauerregen rechtzeitig aufgehört, als die bisherige Kastanienprinzessin Catherine Kühner ihrer Nachfolgerin Klaudia Göpel die Insignien ihres neuen Amtes übergab, ihr die breite Schärpe über die Schulter legte, das von Goldschmied Christian Stachel gefertigte schmucke Diadem mit der stilisierten Kastanie auf die Stirn drückte und ihr das Zepter reichte, das Zeichen ihrer Würde. Ein Jahr lang wird Klaudia I. auf Veranstaltungen für die Urlaubsregion werben.

Klaudia Göpel ist eine aufgeweckte, selbstbewusste Person mit jugendlichem Charme. Betriebsamkeit und der Umgang mit Menschen sind ihr von Kindheit an vertraut. Darin ist sie aufgewachsen, denn die Eltern haben sich der Gastronomie verschrieben, sie führten bis 2014 ein Restaurant in Ilbesheim.

Gardetänzerin und Pferdenärrin

Vor sieben Jahren verlegte die Familie ihren Wohnsitz nach Silz. In Landau war die 16-jährige Klaudia bis zum Abschluss der Mittleren Reife an der Maria-Ward-Schule. Dort gehörte sie zu den Klassenbesten und wurde auch zur Klassensprecherin gewählt. Nun geht sie in die elfte Klasse des Trifels-Gymnasiums in Annweiler, „in eine super Schule“, wie sie anerkennend feststellt.

Vom Herumsitzen und Nichtstun will Klaudia Göpel wenig wissen. Seit ihrer Kindheit ist Tanzen eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen. So gehört sie auch bei den „Schnecketreibern“, den Silzer Karnevalisten, zu den Gardetänzerinnen, trainiert sogar selbst eine der Vereinsgarden. Darüber hinaus ist sie wie viele ihrer Altersgenossinnen eine Pferdenärrin. Über ein eigenes Reitpferd verfügt sie zwar noch nicht, in Gossersweiler aber hat ihr der Reitverein ein Pferd anvertraut. Das hegt und betreut sie mit Liebe und Sachverstand.

Pokale für Zuchtverein eingeheimst

„Und dann sind da noch meine Hasen“, merkt sie lachend an und meint ihre 27 Kaninchen, die sie in einem Verschlag hinter der Garage untergebracht hat. Die meisten davon sind Jungtiere. Klaudia Göpel ist Mitglied beim Kleintierzuchtverein Bundenthal. Ihre Zuchttiere gehören durchweg der Rasse der Zwergwidder an, den Kaninchen mit den Schlappohren. Mit ihnen vertritt sie den Verein auf Schau- und Verkaufsveranstaltungen und heimste schon allerhand Pokale ein.

Bei Papa in der Gastronomie spielt die Kastanie von jeher eine große Rolle. Auch zu Hause kommen Gerichte aus der Stachelfrucht häufig auf den Tisch. Seitdem Klaudia in Silz wohnt, interessiert sie sich für das Keschdefeschd. Vor allem die Krönungsfeierlichkeiten zur Kastanienprinzessin hatten es ihr angetan. Sie habe geschwärmt, verrät sie, das wäre doch einmal etwas für sie.

Viele Aufgaben und Auftritte

Bisher aber war sie noch zu jung für eine Kandidatur. Mit 16 Jahren ist für sie die Zeit reif. Ihr Vater hatte sie auf einen Aufruf in der Zeitung aufmerksam gemacht. „Jetzt hast du die Chance“, sagte er auffordernd. Seine Tochter bewarb sich. Und nach einem Gespräch mit Christina Abele, der Geschäftsführerin im Büro für Tourismus, wurde sie zur Kastanienprinzessin nominiert.

Viele Aufgaben und Auftritte liegen nun vor ihr. Klaudia will sich gerne überraschen lassen. Ihr herausforderndes Ehrenamt findet sie fantastisch interessant. Vor allem ist sie gespannt auf die vielen Begegnungen und neuen Bekanntschaften, die sie erwarten.

[Aktualisiert am 4.10., 10.20 Uhr: In einer früheren Version war irrtümlich berichtet worden, dass die Eltern noch ein Restaurant führen und sie bei ihrer aktuellen Schule Klassensprecherin ist und zu den Klassenbesten gehört. Das haben wir korrigiert.]

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