Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Kita-Planung: Fahrt ins Ungewisse

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Weyher und Edesheim sollten bei der Kita-Planung von Absichtserklärungen absehen und stattdessen nach Lösungen suchen. Familien brauchen Hilfe.

Der Weyherer Gemeinderat denkt, die Sache ist schnell abgehakt. Er lehnt eine Kita im Ort ab, aus finanziellen und logistischen Gründen. Die Kinder aus dem Dorf sollen weiter in Edesheim betreut werden. Klingt nachvollziehbar. Den Verantwortlichen vorgeworfen werden kann aber, dass sie das Schiff ins Ungewisse steuern. Das Problem Kita-Betreuung ist damit nicht gelöst.

Scheut doch Edesheim Kosten und Mühen, um Kinder aus Nachbardörfern weiter in ausreichender Anzahl in ihren Kitas aufzunehmen. Dafür müsste die katholische Kita erweitert werden, um die Betreuungsplätze halten und neue Landesvorgaben umsetzen zu können. Doch eine Erweiterung lehnen die Edesheimer ab. Konstruktive Zusammenarbeit sieht anders aus. Und die Rechnung der Weyherer könnte somit womöglich nicht aufgehen.

Die Gemeindevertreter müssten gemeinsam eine langfristige Lösung suchen. Mit den Rhodtern, die aber mehr Vorschläge einbringen müssten, als an einer vor Jahren schon abgelehnten neuen Kita in Weyher festzuhalten. Bei dieser Debatte zur Bedarfsplanung müsste dann stärker berücksichtigt werden, dass auch in ihrer Gegend Familien Häuser bauen oder kaufen und Kita-Plätze brauchen. Oder Menschen sich niederlassen, die vor Kriegen flüchten und in der Südpfalz heimisch werden.

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