Maikammer
Kein Café: Mehr Raum für geplantes Hotel
Im November vergangenen Jahres hatte der Gemeinderat Maikammer grünes Licht gegeben für den Start des Planungsverfahrens für ein Hotel am Ortseingang. Jetzt jedoch muss der vorhabensbezogene Bebauungsplan noch einmal geändert werden. Denn der für ein Café zur Bahnhofsstraße hin vorgesehene Betreiber ist abgesprungen. Der Investor, die Speeter-Gruppe aus Bornheim, hält dennoch an dem Projekt fest.
Die Änderung habe aus seiner Sicht sogar Vorteile, sagte Daniel Bosch, einer der drei Speeter-Geschäftsführer. Das Hotel komme nun von der Bahnhofsstraße her besser zur Geltung. Zur Erinnerung: Geplant ist eine Hotelanlage mit fünf Gebäudeteilen, 55 Doppelzimmern und Konferenzzimmern. „Ein kleines, schnuckeliges Hotel“, wie Bosch sagt. Die Größe von 55 bis 60 Zimmern sei bei der Wirtschaftlichkeitsrechnung die „kritische“ Grenze.
Kleine Umplanung nötig
Ein bisschen müsse nun umgeplant werden. Dabei sollen auch andere Themen, die im Vorfeld angesprochen worden waren, aufgegriffen werden. So werde die Verkehrsanbindung für den Lieferverkehr verbessert und die Anzahl der Parkplätze erhöht. Der Terrassenbereich werde vergrößert, dadurch sei es möglich, mit Pflanzen die Geräuschkulisse stärker zu dämpfen.
An der Höhe des Gebäudes, die im Gemeinderat kontrovers diskutiert worden ist, werde sich jedoch nur wenig ändern. Lediglich „ein paar Zentimeter“ hätten gewonnen werden können, indem das Gebäude ein bisschen weiter ins Erdreich „hineingedrückt“ worden sei.
Schäfer hofft auf mehr Tourismus
Ortsbürgermeister Karl Schäfer (CDU) geht davon aus, dass der Tourismus in Maikammer einen kräftigen Schub durch das Hotel bekommt. Die jährliche Anzahl der Gäste werde geschätzt um 10.000 auf rund 40.000 steigen, hatte er im vergangenen Jahr gesagt.
Zur Frage des möglichen Baubeginns sagte Bosch: „Wenn es nächstes Jahr losgehen kann, bin ich glücklich.“ Bei Projekten in dieser Größenordnung sei es aber normal, dass es in der Planungsphase Änderungen und Verzögerungen gebe.