Kreis Südliche Weinstraße Kassenärztliche Vereinigung schweigt

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„Die Schließung der Bereitschaftspraxis in Bad Bergzabern ist nach wie vor nicht hinnehmbar“, untermauert Alexander Schweitzer, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, seine Kritik an der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Rheinland-Pfalz. Diese hat am 30. April ihre Ärztliche Bereitschaftspraxis in den Räumen des Klinikums Landau-SÜW in der Kurstadt geschlossen (die RHEINPFALZ berichtete).

Wie in der RHEINPFALZ vom 27. April angekündigt, hat sich Schweitzer mit einem Schreiben an die Kassenärztliche Vereinigung gewandt, in dem er mit deutlicher Kritik auf die plötzliche und unangekündigte Schließung der Ärztlichen Bereitschaftspraxis reagierte. Er forderte die KV zu einer Stellungnahme auf und bat um einen entsprechenden Überblick der von der KV genannten Zahlen zur Begründung der Schließung. Darauf hat die KV reagiert. Zu wenige Patienten und Probleme bei der Bereitstellung des erforderlichen Personals hatte die KV damals als Hauptgründe für die Schließung angeführt. Die KV hatte auch darauf hingewiesen, dass es im 16,5 Kilometer von Bad Bergzabern entfernten Kandel eine Nebenbetriebsstätte der Ärztlichen Bereitschaftspraxis Germersheim gebe. Nach wie vor stehen konkrete Angaben zu Nutzungszahlen des Bereitschaftsdienstes aus. Lediglich, dass es sich in einem Jahr um bis zu 1000 Patienten handelt, die Hilfe in der Ärztlichen Bereitschaftspraxis suchen. Schweitzer: „Ich kritisiere, dass für diese beachtliche Anzahl an Fällen keine Lösung gefunden wird. Dass man den Ärzten den Weg von Landau oder anderen Orten der Südpfalz nach Bad Bergzabern nicht zumuten könne, genau das aber von den teilweise hochbetagten Patienten erwartet, das kann ich so nicht akzeptieren.“ „Ferner würde mich interessieren, ob die kommunale Seite, insbesondere Stadtbürgermeister Fred-Holger Ludwig (CDU) über die Schließung informiert worden ist und ob es Gespräche im Vorfeld dazu gab“, so Schweitzer abschließend.

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