Kreis Südliche Weinstraße Johannes Berthold vertritt den Dekan

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Der protestantische Kirchenbezirk Bad Bergzabern hat wieder einen Stellvertreter von Dekan Dietmar Zoller. Die Synodalen der Bezirkssynode wählten am Freitagabend bei ihrer Herbsttagung in Bad Bergzabern Pfarrer Johannes Berthold von der Kirchengemeinde Vorderweidenthal zum neuen Senior.

25 von 40 anwesenden stimmberechtigen Synodalen votierten für Berthold, 15 gaben ihre Stimme Pfarrer Stephan Heinlein (Billigheim-Ingenheim). Die Wahl war notwendig geworden, weil Pfarrer Dietmar Wenzel als bisheriger Amtsinhaber im September nach 36 Jahren als Pfarrer in Rohrbach/Steinweiler in den Ruhestand gegangen ist. Zum Pfarramt Vorderweidenthal zählen der Bethof, Lindelbrunn, Darstein, Erlenbach, Lauterschwan, Oberschlettenbach, Silz, Dimbach, Gossersweiler-Stein, Lug, Schwanheim und Völkersweiler. Das Dekanat Bad Bergzabern zählt rund 16.500 Gemeindeglieder in 20 Kirchengemeinden in 56 Dörfern und Städten mit elf Gemeindepfarrstellen. Im Fokus der Herbsttagung standen neben der Wahl des Seniors die anstehenden Strukturveränderungen sowie die Fortführung der Dekanatsstrukturreform. Wie berichtet, treibt die Evangelische Kirche in vielen Ecken der Pfalz den Zusammenschluss von Dekanaten. Bisher blieb die Südpfalz ausgespart. Doch nun scheint es konkreter zu werden, dass aus den drei bestehenden südpfälzischen Kirchenbezirken Bad Bergzabern, Landau und Germersheim künftig zwei werden und ihren Auftrag nach der Kirchenordnung erfüllen, nämlich das kirchliche Leben in der Region zu gestalten und so das Evangelium zu bezeugen. Nur mit einer Größe von über 30.000 Mitgliedern seien in den Kirchenbezirken die pastorale Versorgung und die Vertretung in Urlaubs-Krankheits- und Vakanzzeiten gewährleistet, hieß es. Dekan Zoller berichtete, dass Oberkirchenrätin Marianne Wagner mittlerweile einen „moderierten Prozess“ in Gang gesetzt habe, um die Strukturveränderungen in der Südpfalz einzuleiten. Hierzu habe es bereits ein erstes Treffen mit Pfarrer Christhard Ebert vom EKD-Zentrum für Mission in der Region, der sich mit Veränderungsprozessen beschäftigt, und den drei betroffenen Dekanen gegeben. Ein weiteres Treffen werde es im Februar geben, erweitert um die Dekane aus Speyer und Neustadt. Dabei soll über einen möglichen Verwaltungszweckverbandes Bad Bergzabern/Landau/Neustadt sowie über mögliche Konsequenzen aus dem Stellenbudget 2025 beraten werden. Zoller kündigte an, dass die Pfarrstelle Bad Bergzabern 2, verbunden mit der Dekansfunktion im kommenden Jahr ausgeschrieben werde, allerdings mit dem Vermerk, dass während der zehn-jährigen Amtszeit Veränderungen eintreten können. Als Termin sei der 14. Juni ins Auge gefasst. Zoller sprach auch die von der Landessynode auf den Weg gebrachten verschiedenen Möglichkeiten zur Entlastung von Gemeindepfarrämtern im Bereich der Verwaltungsaufgaben an. Hierzu zählten die Kita-Trägerverbünde und die Standardassistenz für regionale Kooperationszonen. Nach ersten Beratungen mit den Kita-Trägern zeichne sich aktuell kein Trägerverbund für das Dekanat ab. Allerdings könnte es hier durch bereits erfolgte Pfarrstellenwechsel und die noch neu zu besetzende Pfarrstelle Rohrbach dazu kommen, dass sich zumindest bei einigen Trägern die Frage neu stelle, so Zoller. Der Dekan gab bekannt, dass für die bisher von Pfarrer Dietmar Wenzel besetzte Stelle zum Bewerbungsschluss 31. August keine Bewerbung eingegangen sei, sodass es mindestens noch bis März eine Vakanz geben werde. Vorgestellt hat sich Wolfgang Heilmann als Bezirkskantor Bad Bergzabern-Germersheim. Einstimmig verabschiedet wurde der Haushalt für 2019 und 2020, in dem im nächsten Jahr Einnahmen und Ausgaben von 477.720 Euro prognostiziert werden. Für 2020 werden Einnahmen und Ausgaben von 476.620 Euro erwartet.

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