Kreis Südliche Weinstraße Jede Menge Hilfspaten

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Die Wohnraumsuche und die tägliche Begleitung von Asylbewerbern und Flüchtlingen werden in den Fachabteilungen der Verbandsgemeindeverwaltung Offenbach in den kommenden Wochen und Monaten ganz oben im Einsatzplan stehen.

Auf Initiative von Bürgermeister Axel Wassyl (parteilos), der bereits im Amtsblatt der Verbandsgemeinde und bei der Einwohnerversammlung (RHEINPFALZ vom 12. März) einen Aufruf zu mehr Bürgerbeteiligung bei der Bewältigung der „Asyl- und Flüchtlingsproblematik“ startete, gab es am Montagabend eine öffentliche Veranstaltung zu diesem Thema. 60 hilfsbereite Leute kamen ins Queichtalmuseum. Derzeit leben 50 Asylbewerber und Flüchtlinge in der Verbandsgemeinde Offenbach, darunter vier Familien mit Kindern. Die Menschen kommen aus elf Ländern, unter anderem aus Afghanistan, Iran, Somalia, Eritrea, Pakistan und Syrien. Die Asylbewerber sind innerhalb der Verbandsgemeinde in sechs angemieteten Unterkünften in Offenbach und Essingen untergebracht. In Bornheim und auch in Hochstadt gibt es noch keine freiwilligen Vermietungsangebote. Nach den aktuellen Prognosen wird sich die Zahl in den nächsten Wochen und Monaten deutlich erhöhen, so Bürgermeister Axel Wassyl. Die Menschen stünden oftmals vor riesigen Herausforderungen. „Dinge, die für uns alltäglich sind, bereiteten ihnen große Probleme“, so Wassyl. Bereits die sprachliche Barriere erschwere ihnen das Leben in ihrer neuen Heimat. Philipp Laag von der Ausländerbehörde der Kreisverwaltung Südliche Weinstraße informierte über das Asylverfahren, von der Ankunft in Deutschland bis zur Anerkennung oder auch Ablehnung der Aufenthaltsberechtigung. In der ersten Phase des Verfahrens werden die Neuankömmlinge in drei Gruppen eingeteilt – in Asylbewerber, Duldungsträger und Flüchtlinge. Danach folge ein komplizierter, sehr oft zeitraubender Verwaltungsprüfungsakt. Im weiteren Verlauf der öffentlichen Veranstaltung, bei der aus den Reihen der 60 Besucher viele Fragen an den Vertreter der Ausländerbehörde gestellt wurden, informierte auch der Leiter des Sozial- und Ordnungsamtes der Verbandsgemeinde Offenbach, Stefan Eckert, über den Verlauf eines Asylverfahrens vor Ort. Erste und wichtige Fragen seien dabei: Wo finde ich einen Arzt? Wie komme ich von A nach B? Wo kann ich meine Lebensmittel einkaufen? Wer hilft mir bei den Behördengängen? Um unbürokratisch und konkret helfen zu können, konnten sich die hilfsbereiten Besucher, sogenannte Hilfspaten, in Listen mit Einsatzbereichen und Ansprechpartnern eintragen. In einem weiteren Schritt treffen sich die Hilfspaten am Freitag, 10 April, um 19 Uhr im Café des Kulturzentrums, Hauptstraße 9 bis 11. Wer allerdings sofort Hilfe anbieten möchte, sei es mit Deutschunterricht, Überlassen von Wohnraum oder von Fahrrädern und mit Kleiderspenden oder einem kostenlos Sportangebot, möchte sich an den Leiter des Sozial- und Ordnungsamtes bei der Verbandsgemeinde Offenbach, Stefan Eckert, unter Telefon 06348 986-181, oder E-Mail s.eckert@offenbach-queich.de oder an Alicia Wünschel, Telefon 06348 986-155 oder E-Mail a.wuenschel@offenbach-queich.de, wenden. (tr)

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