Kreis Südliche Weinstraße Impflingen: Fahrzeuge sollen „rot“ sehen

Ortsbürgermeister Günter Flicker will demnächst mit dem Landesbetrieb Mobilität auch Verbesserungen für die Bushaltestelle bespr
Ortsbürgermeister Günter Flicker will demnächst mit dem Landesbetrieb Mobilität auch Verbesserungen für die Bushaltestelle besprechen.

Ist die Ampelkreuzung in der Impflinger Hauptstraße eine Gefahr für Fußgänger? Leser Peter Jäger meint: ja. Sein Sohn sei vergangene Woche beinahe angefahren worden. Auch der Verwaltung ist die Stelle ein Dorn im Auge. Jetzt wird nach einer Lösung gesucht.

Die Bushaltestelle, an der sein Sohn fast angefahren worden sei, befindet sich an der Impflinger Hauptstraße auf Höhe der Kreuzung mit der Kirchstraße, die Richtung Insheim führt, berichtet Peter Jäger der RHEINPFALZ. Immer wieder komme es vor, dass Autos, die von Insheim kommend an der Ampel anhalten müssen, bei Grün mit Vollgas um die Linkskurve in Richtung Billigheim-Ingenheim brettern. Weil die Fußgängerampel auf Grün springe, wenn auch die Autos aus der Kirchstraße freie Fahrt bekommen, werde es kritisch, wenn die Fahrer nicht am Überweg stoppen, erklärt Jäger. Besonders die Schulkinder, die im Osten Impflingens wohnen und an der Ampel die einzige Möglichkeit haben, die B 38 zu überqueren, seien gefährdet. „Das ist ziemlich ernst“, sagt Jäger. Seine Bitte an die Gemeinde ist deshalb, eine andere Ampelschaltung einzurichten, zumindest zwischen 6.50 und 7.20 Uhr. Sein Vorschlag: Wenn die Fußgänger „grün“ haben, ruht die Kreuzung. Auch die von Insheim kommenden Fahrzeuge sollten weiterhin „rot“ sehen und erst fahren dürfen, wenn die Fußgänger stehen bleiben müssen.

Bushaltestelle kaum einsehbar

Außerdem sei die Bushaltestelle kaum einsehbar und würde nicht als solche von den Autos, die aus Landau kommen, wahrgenommen. Immer wieder würden Autofahrer die haltenden Busse mit hohem Tempo überholen, sagt Jäger. Dabei gilt beim Überholen von stehenden Bussen: Setzt der Busfahrer den Warnblinker, darf zwar an ihm vorbeigefahren werden, allerdings nur im Schritttempo. Springt plötzlich ein aussteigender Fahrgast unvermittelt vor dem Bus auf die Straße, können die Autofahrer so noch rechtzeitig reagieren.

Thema war dem Ortsbürgermeister bekannt

Das Thema war Impflingens Ortsbürgermeister Günter Flicker (SPD) schon bekannt. Vergangenen Mittwoch stand sowieso ein Gespräch mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) bezüglich des Baus der Umgehungsstraße an, Flicker konnte also gleich berichten. Gemeinsam mit dem LBM und der Firma Siemens, die die Intervallschaltungen der Ampel koordiniert, wolle man nun einen Termin vor Ort ausmachen, um die Kreuzung sicherer zu gestalten.

Wie auf dem Nürburgring

„Es gab schon immer mal Anmerkungen, auch von älteren Leuten“, sagt Flicker. Die Ampelschaltung sei zwar etwas verzögert, viele Fahrer beachteten den Überweg aber nicht. „Die fahren da ums Eck, als seien sie auf dem Nürburgring unterwegs“, so Flicker, dem das generelle Verkehrsverhalten vieler Autofahrer missfällt. Auch eventuelle Verbesserungen der Bushaltestelle wolle man mit dem LBM abklären. Jäger wünscht sich eine Zick-Zack-Linie auf der Straße und ein „Vorsicht Kinder“-Schild. So könnte der Schulweg sicherer werden.

x