Kreis Südliche Weinstraße Im September rollen die Bagger

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Mit der Vergabe von 14 Gewerken, die eine Summe von insgesamt 762.285 Euro umfassen, wurde der Bau der Sporthalle in Siebeldingen nun endgültig auf den Weg gebracht. Ortsbürgermeister Peter Klein (parteilos) gab in der Sitzung des Ortsgemeinderats am Dienstagabend bekannt, dass Mitte September mit den Bauarbeiten begonnen wird, nachdem bereits am 28. April der erste Spatenstich gesetzt worden war.

Ursprünglich war geplant, dass der Gemeinderat sich bereits in seiner Sitzung am 13. Juni mit der Vergabe beschäftigt. Dieser Termin konnte aber nicht eingehalten werden. Mit der Auftragssumme habe man fast eine Punktlandung gegenüber der Kostenschätzung erreicht. Die vom Planungsbüro Uwe Knauth (Landau) überarbeitete Kostenberechnung war für 14 Gewerke von 716.401 Euro ausgegangen. Die Ausschreibung bringt Mehrkosten von rund 46.000 Euro, nachdem zunächst noch von Mehrkosten von 88.000 Euro ausgegangen worden war. Insgesamt stimme die Vergabe zuversichtlich, dass die angepeilten Kosten von rund einer Million Euro zumindest weitgehend eingehalten werden können. Ortsbürgermeister Klein nannte Gründe für die Mehrkosten von 46.000 Euro für den Bereich der Statik sowie die Tatsache, dass aus Lärmschutzgründen bei der Wahl der Materialien anstelle von Holz jetzt Stein verwendet werden muss. Gerechnet wird mit einer Bauzeit von rund einem Jahr. Auf den Einbau von Umkleide- und Duschräumen wurde bewusst verzichtet, da die wie auch die Toiletten im benachbarten Dorfgemeinschaftshaus vorhanden sind. Mit Beginn der Erdarbeiten Mitte September ist das lange Warten nun endgültig vorbei. Zu den Investitionskosten von rund einer Million Euro gewährt das Land einen Zuschuss von 396.000 Euro. Knapp 300.000 Euro werden von der Verbandsgemeinde Landau-Land als Träger der Grundschule. Rund 200.000 Euro bringt die Ortsgemeinde Siebeldingen. 40.000 Euro fließen aus Spenden des Vereins „Zusammen etwas bewegen“ und 60.000 Euro kommen von den Gemeinden Birkweiler und Frankweiler, die künftig die Halle ebenfalls nutzen können. Bei den Unterhaltungskosten sitzen Ortsgemeinde und Verbandsgemeinde in einem Boot. Nach den Ausschreibungsergebnissen gibt es Abweichungen nach oben bei den Erdarbeiten sowie bei den Beton- und Maurerarbeiten. Für 376.225 Euro geht der Auftrag für die drei Gewerke an die Firma Speeter GmbH & Co KG. In der Kostenberechnung war von 302.466 Euro ausgegangen worden. Unter den 14 Gewerken die „dicksten Brocken“ sind: Dachdeckerarbeiten : Firma Franzen Dachtechnik GmbH (Kottenheim) 103.215 Euro, Fensterarbeiten: Firma Weiß und Sohn (Billigheim-Ingenheim) 50.591 Euro, Verputzarbeiten: Firma C&U Sturm GmbH (Harthausen) 57.112 Euro und Holzbauarbeiten: Firma Hoffmann (Billigheim-Ingenheim) 34.648 Euro. Für die Umsetzung der Maßnahmen ist nach Angaben des Planungsbüros Knauth die Einschaltung von Fachplanern notwendig. Der Rat hat am Dienstagabend denn auch gleich die entsprechenden Aufträge für die Fachplaner erteilt. Büro Zimmer (Landau) bekam für 1190 Euro den Zuschlag für den Wärmeschutznachweis, für die Elektro-Planung ist das Büro Rehm (Walsheim) verantwortlich, Kosten: 18.819 Euro . Die Planung für die Heizung übernimmt das Büro Kuntz (Landau) für 15.777 Euro. An Fachplanungen wurden laut Klein bisher die Tragwerksplanung für 27.370 Euro und das Baugrundgutachten für 1727 Euro vergeben.

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