Pfälzerwald
Helfende Hände gesucht: Amicitia-Hütte öffnet im März wieder
Das Wintergrillen vom vergangenen Sonntag hat es eindrücklich gezeigt: Die Amicitia Hütte im Modenbachtal ist vor allem bei Familien mit Kindern ein beliebtes Ausflugsziel im Pfälzerwald. Gerade einmal 800 Meter, die auch mit Kinder- und Bollerwagen gemeistert werden können, sind es vom Parkplatz bis zur Hütte. Und der Ansturm war groß. Sowohl die Parksituation – neben der Bushaltestelle sind es insgesamt drei Waldparkplätze von denen aus die Hütte angesteuert werden – kann zeitweise als chaotisch bezeichnet werden. Und die Schlange zum Hüttentresen wuchs und wuchs um die Mittagszeit. Das Wintergrillen hatte der befreundete PWV Annweiler ausgerichtet und natürlich waren auch Mitglieder der PWV-Gruppe Amicitia Landau zugegen.
Ehrenamtliche können Hüttendienste übernehmen
„Ab März soll wieder jeden Sonntag offen sein“, sagt der Vereinsvorsitzende Klaus Westermayer im RHEINPFALZ-Gespräch. Seit der Pächter im Herbst 2024 die Bewirtung aufgegeben hat, war die Hütte nur an einzelnen Tagen geöffnet gewesen. Die Vereinsmitglieder, rund 85 sind es aktuell, haben sich viele Gedanken gemacht, Infos eingeholt, Gespräche geführt und Pläne geschmiedet. Wie in so vielen Hütten im Pfälzerwald sollen künftig nicht nur Vereinsmitglieder, sondern jeder der möchte Hüttendienste übernehmen können. „Vereine, Gruppen, Freunde oder Familien – jeder der Lust hat, kann Dienst machen“, verdeutlicht Westermayer.
Es mache Sinn, zu sechst zu sein, ansonsten wird es ziemlich eng in der Küche und hinter dem Tresen im Gastraum. Was kaum bekannt ist: „Die Helfer können samstags schon zur Hütte kommen und hier übernachten“, sagt Westermayer und führt durch die Schlafräume im Obergeschoss. 12 Betten und ein Matratzenlager für Kinder stehen hier neben einem Badezimmer zur Verfügung, so dass der Hüttendienst gut in ein Ausflugswochenende eingebunden werden kann.
Kein Strom auf der Hütte
Mit 60 Sitzen im Innen- und 180 Plätzen im Außenbereich der Hütte, kann so ein Dienst durchaus stressig sein, wissen der PWVler und seine Frau Annerose aus eigener, langjähriger Erfahrung. Dennoch sei die Atmosphäre fröhlich und die Hüttengäste in der Regel gut drauf und verständnisvoll, falls es mal etwas länger dauert. In der Vergangenheit gab es bereits immer mal wieder Gruppen, die Hüttendienste übernommen haben. Das hätte stets gut geklappt und im Zweifel stehen die Vereinsmitglieder mit Rat und Tat zu Seite. Denn was man auch wissen sollte: Auf der Amicitia Hütte gibt es keinen Strom. Eine PV-Anlage und ein Notstromaggregat sorgen für das nötigste, beispielsweise das Geschirr muss allerdings von Hand gespült werden. Für Wärme in den Räumen sorgen Gasöfen. Für die Speisen sind die Gruppen selbst verantwortlich, die Getränke sollen vom Verein bezogen werden. Und: „Die Leute sind versichert“, so Westermayer. „Wir wollen mal die Fassade streichen und die Quelle hinter dem Haus frei legen. Auch ein Carport fürs Feuerholz wollen wir erreichten“, nennt Westermayer drei Projekte, die die Vereinsmitglieder nun bald angehen wollen.
Info
Wer sich für einen Hüttendienst interessiert, findet den Kontakt zum Verein unter www.amicitia-ev.de . Dort soll es auch bald einen Belegungskalender geben, so dass man einsehen kann, welche Hüttendienste noch frei sind. Erster Öffnungstag ist der 9. März 2025.
