Pfälzerwald
Hüttenporträt: Die Kolpinghütte bei Ranschbach in der Südpfalz
Es ist kein Ort für lauten Trubel und doch ist hier sonntags einiges los. Wandersleut’, Radler, Familien mit Kindern und Hunden und Seniorengruppen kommen hier zusammen. Schnell wird klar: Hier geht es nicht nur ums Wandern, sondern vor allem um Begegnung. Und genau das unterstreicht Daniel Kaul beim RHEINPFALZ-Besuch in der Kolpinghütte. „Unser Ziel war es, die Hütte als generationsübergreifende Begegnungsstätte zu etablieren“, sagt Kaul, seit drei Jahren Vorstand der Kolpingsfamilie Landau. Er erinnert an die Idee von Adolf Kolping, nämlich dass jeder Mensch wichtig ist und dass man gemeinsam mehr erreichen kann als allein.
Kaul ist heute – wie so oft – gemeinsam mit Markus Schmitz auf der Hütte im Einsatz. Flammkuchen, Suppe, Schorle und Kaffee wandern über den Tresen, der erst kürzlich im Zuge umfangreicher Renovierungsarbeiten neu gestaltet wurde. Besonders beliebt bei den Gästen sind die Tagesessen, die von den jeweiligen Helferteams zubereitet werden, so zum Beispiel Wildschweingulasch oder Lewwerknepp.
Die Kolpingsfamilie Landau zählt derzeit rund 110 Mitglieder. Dennoch werden für die sonntäglichen Hüttendienste dringend helfende Hände gesucht. Idealerweise übernehmen sechs Personen einen Dienst, erklärt Kaul. Aber auch Einzelpersonen oder Zweier-Teams sind herzlich willkommen. Besonders gute Erfahrungen hat man mit Abiturklassen gemacht, weitere Interessierte sind jederzeit gern gesehen. „Bei uns kann sich jede und jeder einbringen“, betont Kaul. Eine Mitgliedschaft in der Kolpingsfamilie ist keine Voraussetzung.
Arbeit gibt’s immer, helfende Hände gesucht
Wie so viele Vereine und Gruppierungen ist auch die Kolpingsfamilie im Wandel: Der Nachwuchs wächst nicht von allein. Deshalb freut sich der Verein besonders über junge Gesichter und versucht, neue Formate zu schaffen: Veranstaltungen, Themenabende, vielleicht ein kleines Fest. Das Areal um die Hütte hat Potenzial.
Schon 1984 wurde sie eröffnet, in klassischer Kolping-Manier komplett in Eigenleistung gebaut. Das Freizeitgelände selbst ist sogar noch älter: 1979/80 gekauft, war es zuvor Heimat einer kleinen Handballerhütte. Heute ist die Kolpinghütte viel mehr als ein Unterschlupf bei Regen. Sie ist Treffpunkt, Spielplatz, Kaffeeterrasse und Raststation. Direkt angefahren werden kann sie nicht, der einfachste Weg startet bei Ranschbach und dauert etwa 20 Minuten. Die Hütte liegt zudem am Seligmacherweg (6,5 km) und dem Römerweg (13,5 km). So schön die sonntägliche Einkehr in Hütte ist, am ersten Advent ist erst mal Schluss. Denn dann beginnt die Winterpause und die Verschnaufpause für die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer.
Hütten-Checkliste
Vegetarische Speisen: Ja
Vegane Speisen: Nein
Spielplatz: Ja
Übernachtungsmöglichkeit: Nein
Kartenzahlung möglich: Nein
Barrierefreiheit: Eingeschränkt
Anfahrt: Wegbeschreibung und Kontakt für interessierte Helferinnen und Helfer unter www.kolping-landau.de
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