Kreis Südliche Weinstraße Gut integriert

Eine positive Bilanz zog die Flüchtlings- und Integrationsbeauftragte der Verbandsgemeinde Offenbach Maren Rottler bei ihrem Jahresbericht, den sie am Mittwochabend in der Ratssitzung vorstellte. Zudem wurde über Holzvermarktung und Auftragsvergaben gesprochen.
105 Flüchtlinge wohnen in der Verbandsgemeinde Offenbach, verteilt in 15 Unterkünften. Davon 58 in Offenbach, 36 in Essingen und elf in Hochstadt. In Bornheim dagegen fehlt eine geeignete Unterkunft, um dort ebenfalls Geflüchteten eine Bleibe zu bieten. Seit dem bis dato letzten Bericht im April 2017 zählt Maren Rottler 30 neue Flüchtlinge in der Verbandsgemeinde. „Der Strom reißt nicht ab“, sagte sie am Dienstag in der Sitzung des Verbandsgemeinderates. 63 Asylbewerbern wurde der Flüchtlingsstatus anerkannt, die Hälfte derer geht arbeiten, etwa ein Viertel ist schulpflichtig. Drei Personen befinden sich sogar in Ausbildung, nur fünf seien ohne Beschäftigung. Dies liege aber daran, dass sie für einen Säugling zu sorgen hätten, arbeitsunfähig seien, oder erst vor Kurzem nach Deutschland gekommen seien, informierte Rottler. In den Unterkünften käme es immer wieder zu Konflikten, in denen Rottler und ihr Team an Ehrenamtlern schlichten müssten. Fehlende Privatsphäre, unterschiedliche Herkunft, Sprache oder Religion seien die Auslöser. Neben Hilfe bei Behördengängen geben die Betreuer auch Tipps in Sachen Mülltrennung, Sperrmüll oder wie man richtig heizt und lüftet. „Wir wollen die Geflüchteten sensibilisieren und motivieren“, sagte Rottler. „Wir haben hier ja auch einige aktive Helfer im Rat. Ohne die liefe es nicht so gut, wie es momentan läuft“, resümierte auch Verbandsgemeinde-Chef Axel Wassyl (parteilos). Einen Blick in die Zukunft gab er in Sachen Neustrukturierung der Holzvermarktung in Rheinland-Pfalz. Denn: Mit Beginn des Jahres 2019 darf kein kommunales und privates Holz mehr über Landesforsten vermarktet werden. Ein neues Konzept sieht vor, dass fünf kommunale und voneinander unabhängige Holzvermarktungsorganisationen gebildet werden. „Es wird wohl eine südliche Vermarktungsstelle geben, dieser wäre beizutreten“, sprach Wassyl eine erste Empfehlung aus. In einer der nächsten Sitzungen wolle man sich umfangreicher damit befassen. „Es macht Sinn zu handeln, bevor man gezwungen wird, zu handeln.“ Die Aufträge für die Sanierung des Queichtalbades in Offenbach wurden vergeben: Um die Badewassertechnik wird sich die Firma Landwehr Wassertechnik aus Schöppenstedt kümmern. Ihr Angebot lag bei knapp 590.000 Euro. Den Zuschlag für die Erd- und Rohbauarbeiten erhielt die Landauer Firma J. Ecker Söhne. Sie berechnet rund 463.000 Euro. Die Firma Katec aus Breitenthal wird die Kanalsanierungsarbeiten in Hochstadt realisieren. Bei sieben Angeboten war ihres mit knapp 130.000 Euro das billigste. Damit liegt sie über der Kostenberechnung von 121.000 Euro, jedoch sei die Angebotsspanne riesig gewesen, wie Wassyl informierte. Das höchste Angebot lag bei 449.000 Euro.