Kreis Südliche Weinstraße Gestaltung als Fachrichtung

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Mediendesign, Produktgestaltung, Kunsthandwerk und Design – damit sollen sich ab kommendem Schuljahr Schüler der Fachoberschule (FOS) am Alfred-Grosser-Schulzentrum in Bad Bergzabern beschäftigen können. Dann soll nach dem Willen von Schulleiter Ludwin Michels zusätzlich zur bisherigen Fachrichtung Gesundheit und Soziales die neue Disziplin Gestaltung angeboten werden.

Der Schulträgerausschuss des Landkreises Südliche Weinstraße hat bei seiner jüngsten Sitzung nachträglich der beim Bildungsministerium bereits im Oktober eingereichten Bewerbung zugestimmt, über die kommenden Dienstag entschieden werden soll. „Durch diese Erweiterung wollen wir erreichen, dass unsere Schülerzahlen kontinuierlich die Zweizügigkeit unserer FOS erlauben“, erklärte Michels. Momentan schwanke man in Bergzabern zwischen Ein-und Zweizügigkeit. In Rheinland-Pfalz gibt es aktuell 32 Fachoberschulen mit den Schwerpunkten Wirtschaft und Verwaltung, Gesundheit und Soziales sowie Technik. Innerhalb von zwei Schuljahren kann an ihnen nach dem Realschulabschluss die Fachhochschulreife erreicht werden. Das Besondere dabei ist der starke Praxisbezug. Im elften Schuljahr verbringen die Fachoberschüler drei Tage pro Woche in einem Praktikumsbetrieb. Da 17 Fachoberschulen in Rheinland-Pfalz trotzdem nicht genug Schüler haben, um zwei Klassen pro Jahrgang zu bilden, hat ihnen das Bildungsministerium in Mainz nahegelegt, ihr Profil durch eine Spezialisierung zu schärfen oder sich für den Schulversuch mit den beiden neuen Fachrichtungen Bio- und Umwelttechnologie oder Gestaltung zu bewerben. „Da die Konrad-Adenauer-Realschule plus in Landau schon lange Interesse am Schwerpunkt Bio-und Umwelttechnologie angemeldet hat und wir keinen Sinn in einer Spezialisierung sehen, haben wir uns für die Richtung Gestaltung beworben“, berichtete Michels im Schulträgerausschuss. Von den dafür notwendigen 25 Praktikumsplätzen habe man bereits 19 organisieren können. Falls die neue Fachrichtung in Bergzabern unterrichtet werden darf, könnten Schüler beispielsweise in Architekturbüros, Werbeagenturen, Modeateliers, Galerien oder bei Raumausstattern ihr Praktikum machen. Zugesagt haben unter anderem der Medienpalast in Landau, die Landschaftsarchitektur Stadt+Natur in Annweiler und die Modewerkstatt Alexandra Neufeld in Bas Bergzabern.

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