Göcklingen Göcklinger Bürgerhilfe: Aus spontaner Idee wird Unterstützungsnetzwerk
Zehn Jahre ist es her, als ein Gemeinderatsmitglied plötzlich verstarb. Er hinterließ Frau und Kinder. Damals bot die Nachbarschaft den Angehörigen ihre Hilfe an. Bei der Kommunalwahl 2014 nahm der frühere Ortsbürgermeister Fritz Garrecht die Idee in sein Programm auf, woraus sich die heutige Bürgerhilfe entwickelte. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, in Notfällen und bei Bedarf vor allem älteren Einwohnern Unterstützung anzubieten. Engagierte Bürger übernehmen die Aufgaben ehrenamtlich im kommunalem Auftrag. Dabei will sie nicht in Konkurrenz zu bestehenden Angeboten privater und gewerblicher Art treten.
Besorgungen und Arztbesuche
Die Helfer begleiten ihre Mitbürger beispielsweise zu Ärzten, Behörden, Veranstaltungen, privaten Besuchen oder zum Friedhof. Sie machen Besorgungen in der Apotheke oder im Supermarkt. Sie vermitteln Kontakten zu Dienstleistern wie Hausmeisterservice, Pflegedienst, Haushaltshilfe und Ähnliches. Auch kleinere technische Hilfen, für die man keinen Handwerker holt, erledigen sie. Sie kehren die Straße, gießen gelegentlich Blumen, übernehmen kurzzeitig die Haustierbetreuung, machen kleine Schreibarbeiten und bringen Briefe zur Post. Und manchmal sind sie auch einfach nur da, um mit einem Mitbürger einen Spaziergang zu machen oder ihm Gesellschaft zu leisten.
Inzwischen ist die Bürgerhilfe zum festen Bestandteil im Ort geworden. Lilo Dausch und Genia Hartstern bilden den harten Kern, aber noch viele weitere Helfer mischen mit. Dausch und Hartstern sind seit der ersten Stunde dabei und haben durch ihre frühere Berufstätigkeit als Krankenschwester und Erzieherin ihre soziale Ader beibehalten. Insbesondere alleinstehende, ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen sind für die Unterstützung dankbar.