Kreis Südliche Weinstraße Flurbereinigung: Im Horbachtal

BARBELROTH. Das Flurbereinigungsverfahren im Horbachtal ist wieder auf dem Tisch. Der Gemeinderat Barbelroth ließ sich von Georg Herion vom DLR Rheinpfalz – Ländliche Bodenordnung – über das Projekt am Mittwochabend informieren. Betroffen sind die Gemeinden Barbelroth, Billigheim-Ingenheim für die Ortsteile Appenhofen und Ingenheim sowie Niederhorbach.
Herion erinnerte an das Jahr 2009, als der Naturschutzverband Südpfalz (NVS) bei den Verbandsgemeinden Bad Bergzabern und Landau-Land als zuständige Körperschaft für Gewässerunterhaltung mit dem Vorschlag vorstellig geworden war, am Horbach zwischen der B 38 und der L 544 Gewässerrandstreifen auszuweisen. Die beiden Verbandsgemeinden versprechen sich davon nicht nur ökologische Verbesserungen, sondern vor allem wasserwirtschaftliche Vorteile wie verminderte Tiefenerosion, Ausweisung von Retentionsraum, verbesserte Wasserqualität und geringere Unterhaltungskosten. Daraufhin wurde vom DLR ein Bodenordnungskonzept entwickelt. Das vom DLR vorgeschlagene Flurbereinigungsgebiet umfasst rund 152 Hektar, von denen Barbelroth mit 73, Niederhorbach mit 55 und Billigheim-Ingenheim mit 24 Hektar betroffen sind. An Kosten fielen schätzungsweise 266.000 Euro an. Die aktuelle Bezuschussung aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe für Agrarverbesserung (GAK) im ILEK-Gebiet beläuft sich laut Herion auf 80 Prozent. Der tatsächliche Kostenanteil von Barbelroth wären knapp 26.300 Euro, von Niederhorbach 16.600 Euro und Billigheim-Ingenheim knapp 10.400 Euro. Von dem Vorhaben verspricht sich Ortsbürgermeister Werner Dietrich (parteilos) den Bau von zwei Wirtschaftswegen. Nach positiven Beschlüssen der drei betroffenen Ortsgemeinderäte soll laut Herion eine Bürgerbeteiligung in Gestalt von Einwohnerversammlungen folgen. (som)