Kreis Südliche Weinstraße Finanzamt will 3200 Euro

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„Es tut mir leid, es ist bitter“, lautete die Einleitung von Ortsbürgermeister Volker Christmann (parteilos), der die Zahlen der 700-Jahr-Feier der Gemeinde im August 2013 in der jüngsten Gemeinderatssitzung auf den Tisch legte. Die bittere Pille: Die Gemeinde muss 3200 Euro Steuern zahlen. Für den Erlös, den Hunderte von Helfern beim großen Festwochenende erwirtschaftet haben und der den örtlichen Vereinen zugute kommen sollte.

„Wir waren zu gut“, so Christmann zum Umsatz des Festwochenendes von fast 90.000 Euro. Abzüglich der Kosten beträgt der Erlös fast 17.000 Euro, davon berechnet das Finanzamt die Körperschaftssteuer und den Solidaritätsbeitrag, macht zusammen gut 3200 Euro. 13.680 Euro beträgt der verbleibende Gewinn, den die Gemeinde nach einem bereits 2012 festgelegten Schlüssel den Vereinen zukommen lässt. Bereits im Juni 2012 wurde der „Förderverein 700 Jahre Vorderweidenthal“ gegründet, zum ersten Vorsitzenden wurde der Pfarrer der Gemeinde, Johannes Berthold, gewählt. Ziel des Vereins war die Förderung der Aktivitäten der 700-Jahr-Feier und die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements zugunsten gemeinnütziger, mildtätiger und kirchlicher Zwecke. Die angestrebte Gemeinnützigkeit wurde trotz vieler Bemühungen nicht anerkannt. Daraufhin übernahm der Verein die über das Festjahr geplanten 13 Veranstaltungen und die Gemeinde das viertägige Jubiläumswochenende. Mehr als 400 Helfer der Gemeinde mit 700 Einwohnern waren Tausende von Stunden im Einsatz. Der Festumzug, angeführt von Ministerpräsidentin Malu Dreyer, zog mit 45 Zugnummern durch die Gemeinde. Ergebnis der Abrechnung sind rund 3200 Euro Steuern, die die Gemeinde jetzt zahlen muss. „Der Förderverein ist noch beim Kassensturz“, informiert Vorsitzender Berthold auf Nachfrage der RHEINPFALZ. Abgerechnet werden müssen die Einnahmen aus 13 Veranstaltungen im Festjahr. Er werde in Kürze die Interessierten zu einer Abschlussveranstaltung einladen und über die Abrechnung informieren, so Berthold. Nun hoffen alle, dass wenigstens dem Verein kein Steuerbescheid ins Haus flattert. (pfn)

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