Kreis Südliche Weinstraße Entscheidungsstau hilft Haushalt

Im Doppelhaushalt für 2014/15 von Vorderweidenthal sind keine Investitionen für die vier gemeindeeigenen Gebäude vorgesehen. Der Grund: Die Zukunft der vier gemeindeeigenen Gebäude ist trotz jahrelanger Beratungen noch immer nicht geklärt. Folglich wird auch weiterhin kein Geld für Sanierungen ausgegeben oder aus Verkäufen der Immobilien Geld eingenommen. Der Rat hat den Etat einstimmig beschlossen.
Seit Jahren tut sich der Gemeinderat schwer, Entscheidungen über die vier Gebäude, davon drei äußerst sanierungsbedürftige im Ortsmittelpunkt, zu treffen. Eine Bürgerumfrage im vergangenen Jahr hatte ergeben, dass die Mehrheit für den Verkauf von zwei Gebäuden und den Abriss des vom Hausschwamm befallenen alten Schulhauses ist. Dennoch traf der Gemeinderat bisher keine Entscheidung. Der Haushalt der Gemeinde zeigt sich daher unaufgeregt, die größte Investition sind rund 10.000 Euro für Verbesserung des Lärmschutzes und die Beseitigung der Feuchtschäden in der Kindertagesstätte. Die Gemeinde hat einen Kassenbestand von rund 144.000 Euro, einen Schuldenstand von gut 109.000 Euro, die statistische Pro-Kopf-Verschuldung beträgt 308 Euro, der vergleichbare Landesdurchschnitt liegt bei 356 Euro. Der Ergebnishaushalt schließt in 2014 mit einem Minus von rund 81.000 Euro, bei Erträgen von zirka 876.000 Euro und Aufwendungen von gut 957.000 Euro. 2015 wird es ein Minus von mehr als 52.000 Euro sein, bei Erträgen von rund 886.500 Euro und Aufwendungen von fast 993.000 Euro. Im Finanzhaushalt sinkt das Minus im kommenden Jahr 2015 von fast 35.000 Euro (Einzahlungen knapp 762.000 Euro, Auszahlungen fast 797.000 Euro) auf rund 6700 Euro (Einzahlungen 772.000 Euro, Auszahlungen rund 778.700 Euro), so die Ausführungen der Kämmerei. (pfn)