Bornheim
Ende des Freizeitcenters: Wohnungen und Restaurant kommen
Ob Squash, Kegeln oder Badminton – über Jahrzehnte war das Bornheimer Freizeitcenter ein beliebter Anlaufpunkt für Sportler aus der ganzen Region, und darüber hinaus. Doch das Ende naht. Der langjährige Besitzer Christoph Müller hat die Anlage, wie berichtet, nach 36 Jahren an die Baumann-Unternehmsgruppe aus Bornheim verkauft. Und die plant Gewaltiges auf dem Gelände. Dafür hat sie nun auch das Okay der Gemeinde bekommen.
Die DB Wohnbau, die zum Konsortium des Südpfälzers Denis Baumann gehört, möchte auf dem rund 20.000 Quadratmeter großen Gelände an der Hornbachstraße in neun dreigeschossigen Gebäuden 60 Wohneinheiten unterbringen. Sie sollen barrierefrei gebaut werden. Die Zweizimmerwohnungen werden rund 70 Quadratmeter groß sein, die Dreizimmerwohnungen 90. Die Penthäuser sollen über eine Fläche von etwa 110 Quadratmetern verfügen, so Baumann. Geplant ist außerdem ein Parkplatz mit etwa 250 Stellplätzen. Der bereits auf dem Gelände bestehende Teich soll zur Naherholung der Bewohner erhalten bleiben.
Investor will Fitnessstudio und Restaurant
Auf dem Areal soll aber nicht nur gewohnt, sondern auch konsumiert werden. Deshalb plant Baumann auch einen viergeschossigen Gebäudekomplex mit einer Nutzfläche von rund 4600 Quadratmetern, in dem Gewerbe unterkommen soll. Der Südpfälzer möchte, dass dort Ärzte- und Physiotherapeutenpraxen eine Heimat finden, aber auch Einzelhandelsgeschäfte, etwa ein Blumenladen, ein Reisebüro oder eine Post-Filiale. Gegenüber der RHEINPFALZ versichert Baumann, dass eine Gaststätte kommen wird. Er denke auch über einen Beherbergungsbetrieb mit rund 30 Zimmern und ein Fitnessstudio nach.
Hatte er sich zunächst noch bedeckt gehalten, nennt der Südpfälzer auf Nachfrage nun erstmals die Kosten für das Projekt. Baumann schätzt, das Vorhaben werde rund 25 Millionen Euro verschlingen. Ziel für den Baustart sei das Jahr 2023. Bornheims Ortsbürgermeisterin Elke Thomas ist mit den Planungen zufrieden, nachdem die Unternehmensgruppe auf Wunsch des Gemeinderats die Ausmaße der Gebäude, es ging unter anderem um deren Höhe, reduziert habe. Ebenfalls wichtig sei, dass der Investor auch eine Multifunktionshalle plane, in der Badminton gespielt werden könne. „Uns war es ein Anliegen, die Tradition des Freizeitcenters zu erhalten“, so Thomas.
Übergangspächter: Gaststätte wieder geöffnet
Die Ortschefin freut sich auch darüber, dass der Komplex bis zum Baustart nicht leerstehen wird. Baumann ist es gelungen, einen Pächter für die Übergangszeit zu gewinnen, der die Anlage bis 2023 betreiben soll. Das Restaurant des Freizeitcenters hat bereits seit vergangener Woche wieder geöffnet. Mit den fortschreitenden Corona-Lockerungen soll wieder mehr Leben in die Anlage einziehen. „Ich denke, das Projekt wird super. Da bin ich mir sicher“, sagt Baumann, der sich auch vorstellen kann, die Wohnungen zu vermieten, nicht zu verkaufen. Erste Anfragen hat er bereits.