Kreis Südliche Weinstraße Einkaufen bis Mitternacht

Seit acht Jahren feiert Bad Bergzabern das Fest einmal pro Jahr.
Seit acht Jahren feiert Bad Bergzabern das Fest einmal pro Jahr.

Wenn die Temperaturen steigen, die Abende länger werden, dann ist Zeit für die „Helle Nacht“ in Bad Bergzabern. Am Wochenende war es wieder so weit. Die Läden in der Kurstadt hatten bis Mitternacht geöffnet. Der Andrang war enorm. Ein Rundgang.

Seit acht Jahren feiert Bad Bergzabern diesen besonderen Abend einmal im Jahr. Im Herzen der Stadt waren die Geschäfte geöffnet sowie Ausstellerbuden verteilt, die Leckeres, Spritziges, Fruchtiges, Kühles oder Modisches anboten. So auch Lilo Heft aus Bad Bergzabern, die eine Verwöhnstunde in ihrem Kosmetikstudio anbot. Der Wolleladen „JuLaine“ in der Fußgängerzone bot Nähkurse für Kinder an. Ein absoluter Höhepunkt für Naschkatzen: ein Nougat-Stand. Interessant: In der ganzen Stadt hingen großformatige Landschaftsaufnahmen der Region von den Fotokünstlern Dirk Wohlrabe und Jürgen Messler. Holzkünstlerin Petra Roquette und Aquarellkünstler Jochen Brockschmidt zeigten ihre eindrucksvollen Exponate. Im Geschäft „Sternenoase“ von Anne Scherer gibt es Klangschalen, Räucherutensilien und Windspiele aus Muschelschalen und Perlmuttplatten. Margot Großer aus Winden fand eins der Klangspiele so toll, dass sie es direkt kaufte. Es solle auf ihrem Balkon schöne Klänge verbreiten, sagte sie. Direkt auf der Schlosstreppe spielte die Musikgruppe „XanXGrubb“. Mit ihrem Liederpotpourri sorgten sie für Stimmung. Gegenüber bei der VR-Bank konnten Besucher beim Glücksrad ihr Glück versuchen. Hartmut und Stefanka Karles aus Karlsruhe, extra für die „Helle Nacht“ angereist, gewannen je einen erfrischenden Fruchtbecher. „Die Pfalz und vor allem die Kurstadt hier sind immer eine Reise wert“, sagten sie. Auch beim Brillenstudio Köhler spielten Sandra Bronder und Klaus Reither bei einem gekühlten Cocktail auf, und die Gruppe „Miri in the green“ sorgte für musikalische Wellness. Überall waren am Freitagabend Menschen in Liegestühlen zu sehen, oder sie standen mit einem guten Glas Wein oder Traubensaft in der Hand zusammen. Hier wurde geplaudert, da ein Elsässer Flammkuchen verspeist. Das machte Spaß. Auch Eileen, ganze fünf Jahre alt, war bereit für ein großes Eis. Mindestens fünf Kugeln. Da musste Mama Margit lachen und meinte: „ Du bekommst dein Eis, aber eine Kugel reicht auch.“ „Egal – Hauptsache Eis“, erklärte dann die junge Dame zufrieden.

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