Kreis Südliche Weinstraße „Einer für alle, alle für einen“

Kommandowechsel: Heiko Nebert (stehend) übergibt die Führung der Stützpunktwehr an Stephan Dienes.
Kommandowechsel: Heiko Nebert (stehend) übergibt die Führung der Stützpunktwehr an Stephan Dienes.

Groß war der Kreis aus Feuerwehrkameraden und Kommunalpolitikern, als der 39-jährige Heiko Nebert am Mittwochabend als Wehrführer der Stützpunktwehr Bad Bergzabern verabschiedet wurde. Als Zugführer bleibt er der Wehr aber erhalten. Seine Nachfolge tritt der 34-jährige Stephan Dienes an.

Nebert gehört seit 25 Jahren der Feuerwehr Bad Bergzabern an, davon seit mehr als 15 Jahren in Führungspositionen. Für seine 25-jährige aktive Tätigkeit überreichte ihm Feuerwehrdezernent Martin Engelhard das silberne Feuerwehrehrenzeichen. Nach nunmehr über sechs Jahren als Wehrführer der Stützpunktwehr mit mehr als 60 Aktiven habe er um die Entpflichtung gebeten, sagte Nebert. Es habe sich gezeigt, dass die gewissenhafte ehrenamtliche Leitung parallel zu den beruflichen Aufgaben nicht möglich sei. Nebert hat die kaufmännische Leitung der Edith-Stein-Fachklinik und ist Vater von drei Kindern. In seine Fußstapfen als Wehrführer tritt Stephan Dienes. Der 34-jährige Vater von zwei Kindern kam 1994 zur Jugendfeuerwehr in Völkersweiler und ist seit 2004 bei der Feuerwehr Bad Bergzabern. Seit 2009 ist er Gruppenführer und seit 2011 stellvertretender Zugführer. Im vergangenen Jahr wurde er zum Zugführer ernannt. Er arbeitet bei einer Prüf- und Messtechnik-Firma in Offenbach. Industriemeister Herbert Rieger (54) wurde für weitere zehn Jahre als stellvertretender Wehrführer ernannt. Die Nachfolge von Dienes als Zugführer tritt der 30-jährige Andreas Wölfle an. „Auf deine Unterstützung war immer Verlass“, sagte Wehrleiter Udo Mertz über Neberts Engagement. Dienes würdigte ihn als Mensch und Feuerwehrmann. Der Wahlspruch „Einer für alle, alle für einen“ liege als neuer Wehrführer sehr am Herzen. Das spiegele auch die Zusammenarbeit und Freundschaft mit den elsässischen Kollegen wider. Schnell und routiniert – diese Eigenschaften zeigten rund 30 Kräfte der Feuerwehr und das DRK bei einer Übung in der Böhämmer-Grundschule vor der Feierstunde. Das Szenario ging davon aus, dass im Haus Feuer ausgebrochen war und Kinder in den oberen Etagen eingeschlossen waren. Die Feuerwehr rettete sie über die angebauten Fluchtstege und die Drehleiter. „Diese Übungen sind sehr wichtig, damit eine Rettung im Ernstfall schnellstmöglich erfolgen kann“, sagte der neue Wehrführer. Man erkenne dabei auch, wie die Zusammenarbeit noch optimiert werden könne.

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