Göcklingen
Eheleute Huppert seit 60 Jahren verheiratet
Der damals bei der BASF beschäftigte Chemiefacharbeiter wurde nach einem ausgefallenen Fußballspiel im Spätjahr 1959 von einem Freund gefragt, ob er nicht mit ihm nach Mörlheim fahren wolle. Er habe dort eine Freundin, die er besuchen wollte. Und diese hatte wiederum eine Freundin, nämlich Ursel. So lernten sich die beiden kennen. Ursel war damals in einem Café in Queichheim beschäftigt. Die Besuche von Schorsch wurden häufiger, und bald funkte es zwischen ihnen. Beide stammen aus großen Familien mit jeweils acht Kindern.
Nachdem sie wussten, dass sie zusammen gehören, wurde der Hochzeitstermin festgesetzt. Die Braut war 18 Jahre alt und brauchte damals noch die Unterschrift ihrer Eltern, der Bräutigam war 21 Jahre und volljährig. Gefeiert wurde bescheiden bei Kranzkuchen und Kaffee, ein großes Fest konnten sie sich finanziell nicht erlauben. Eine kleine Mietwohnung in Göcklingen war ihr erstes gemeinsames Heim.
Noch immer stolz auf das Eigenheim
Der junge Ehemann gab seine zeitraubende Schichtarbeit auf und übte den erlernten Beruf des Maurers bis zum Rentenalter aus, was für ihn zu einem großen Vorteil gereichte. Nach dem Erwerb eines Baugrundstücks konnte er beim Bau des Eigenheimes selbst Hand anlegen und wurde von Freunden aus der Nachbarschaft unterstützt. 1971 konnte das Ehepaar in das Einfamilienhaus einziehen, worauf es heute noch stolz ist.
Ursel hat eine sozialen Ader, unterstützte lange Senioren im Ort im alltäglichen Leben. Große Urlaubsreisen liegen den heimatverbundenen Jubilaren nicht. So lange es ihre Gesundheit zuließ, wanderten sie regelmäßig im Pfälzerwald-Verein mit und nahmen an den angebotenen Wanderwochen teil. Durch zwei Schlaganfälle ist Schorsch nicht mehr mobil. Auch wegen Corona kann das Paar seinen Jubeltag nicht wie geplant begehen. Deshalb feiern Hupperts im kleinen Kreis mit der Familie ihres Sohnes, drei Enkelkindern und einem Urenkel.