Kreis Südliche Weinstraße Eh-da-Flächen: Winzer legt Blühstreifen an

BORNHEIM. Einen Blühstreifen hat der Bornheimer Winzer und Vorsitzende der örtlichen Bauern- und Winzerschaft, Gerhard Bach, angelegt. Und zwar im Weinberg, der an die Lösswand bei der Kirchstraße angrenzt. Dieser ist Teil des „Eh-da-Projekts“ der Gemeinde. Mit dem Blühstreifen will er einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.
Der Streifen trägt von Mai bis November Blüten, bietet so Wildbienen einen Lebensraum und fördert die Artenvielfalt. Ausgesät hat Gerhard Bach die Saatmischung „Cosmos“, eine Mischung aus 42 Arten von Bauerngartenpflanzen und heimischen Wildstauden. Darunter sind beispielsweise das Schlafmützchen, die Jungfer im Grünen, die Witwenblume oder die Wucherblume. In der Gemarkung Bornheim wurden bisher über das „Eh-da-Projekt“ 119 Wildbienenarten bestimmt. Die Saatmischung „Cosmos“ bietet diesen eine Ernährungsgrundlage. Da wenig Samen ausgebracht wurde, gibt es eine schüttere Vegetation mit viel Rohbodenanteil. Hier entwickelt sich die Brut der Wildbienen, die ihre Nester vertikal im Erdboden anlegen, besser. So liegen Brutraum und Nahrungspflanzen direkt beieinander. Das kommt dem geringen Flugradius vieler Wildbienen entgegen. Eh-da-Flächen sind Flächen, die in der offenen Landschaft vorhanden sind, aber bisher nicht gezielt landwirtschaftlich oder ökologisch genutzt werden. Sie sind also „eh da“. Dies können Straßenböschungen und Wegränder, Verkehrsinseln, Bahndämme, Geländestufen, Grasflächen oder krautige Saumstrukturen sein. Nach gezielter ökologischer Aufwertung können sie Bestäuberinsekten Lebensräume und Nahrungsquellen bieten. Die Bornheimer Künstlerin Ulla Kaub hat im Rahmen des „Eh-da-Projekts“ an der Kirchstraße am nordöstlichen Ortsausgang bereits eine Kakteenlandschaft angelegt. (tr)