Kreis Südliche Weinstraße
Edenkoben: Philipp Jähne ist neuer Schulleiter am Gymnasium
Philipp Jähne hat zu Schuljahresbeginn die Leitung des Gymnasiums Edenkoben von Ulrich Erfort übernommen. Für Jähne ist es fast so etwas wie die Rückkehr zu den Wurzeln, war er doch schon von 2003 bis 2014 dort tätig.
Der 56-Jährige gehörte zum Gründungsteam des Gymnasiums Edenkoben, das vor der offiziellen Eröffnung das pädagogische Konzept der Schule erarbeitete. Von 2003 bis 2014 war Jähne in unterschiedlichen Funktionen tätig, unter anderem im Leitungsteam. Zuvor hatte er 13 Jahre am Schwerd-Gymnasium in Speyer unterrichtet. Vor fünf Jahren folgte Jähne dem Ruf der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) und ging zur Schulaufsicht. Dort leitete er das Referat 37, das für etwa 100 Gymnasien und Integrierte Gesamtschulen zuständig ist.
Warum zurück in die Schule?
Warum ist er zurück in den Schuldienst gekehrt? „Es war eine tolle Arbeit bei der ADD in einem sehr guten Team, und ich hätte mir gut vorstellen können, dort zu bleiben. Aber ich wolle wieder in die Schule. Und eines war klar: Wenn noch mal zurück in die Schule, dann nur ans Gymnasium Edenkoben“, sagt Jähne, der 1963 in Frankenthal geborgen wurde. Seine Kindheit verbrachte er in Ludwigshafen. 1982 legte er sein Abitur ab, studierte anschließend in Heidelberg und Mainz die Fächer Englisch, evangelische Religion und Sport. „Ich wollte schon als kleiner Junge Lehrer werden und habe mir meinen Traum erfüllt.“
„Schule ist für Schüler da“
Jähne hat einen Grundsatz: „Die Schule ist für die Schüler da.“ Deshalb sagt er, Schule und Lehrer müssten sich Schülern mitunter anpassen. „Schüler vor 30 Jahren sind mit denen von heute überhaupt nicht mehr vergleichbar. Darauf muss man als Pädagoge reagieren.“ Bei 833 Schülern am Gymnasium ist das sicher nicht immer einfach. Will er etwas anders machen als sein Vorgänger? „Ich habe in den vergangenen Jahren vieles gesehen, das man machen kann, es wäre aber falsch, all das sofort umsetzen zu wollen. Als ich früher in Edenkoben war, ging es um den Aufbau der Schule, heute steht das Thema Ganztagsschule ganz oben auf der Agenda. Es gilt, sich alles genau anzuschauen und dann die richtigen Schlüsse zu ziehen, sagt Jähne.
Schwimmen, radeln, laufen
Seit 2004 wohnt er mit Frau und Tochter in Schwegenheim. „Es ist gar nicht so verkehrt, die rund 20 Kilometer vom Arbeitsplatz entfernt zu wohnen. So komme ich schon bei der Heimfahrt etwas runter und beginne abzuschalten.“ Wenn es seine Zeit erlaubt, widmet sich Jähne seinen Hobbys. Dann steigt er gerne aufs Fahrrad, unternimmt Läufe durch Wald und Flur oder zieht Bahnen im Schwimmbecken. „Diesen Ausgleich brauche ich einfach“, betont der Pädagoge, der von sich sagt, er sei eher der ruhige Typ. Aber er fahre hin und wieder auch mal aus der Haut.
Weiterhin im Unterricht
Jähne findet es gut, dass er als Schulleiter nicht nur im Büro tätig ist, sondern auch aktiv Unterricht hält. „Mir ist der Kontakt zu den Schülern wichtig. Und dieser ist im Unterricht viel leichter zu erreichen als im Büro.“ Er wolle stets ein offenes Ohr für Lehrer, Schüler, Angestellte und Eltern haben.