Kreis Südliche Weinstraße „Das Dorf ist in Unruhe“

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Rohrbach. Eine Frau wird vergangene Woche in der Rohrbacher Hauptstraße von zwei Männern überfallen. Kommt nun die Angst in die Dörfer? Die Polizei sagt: keine Panik. Die Fahndung läuft.

Montag, 30. Januar, 0.30 Uhr. Im Fernsehen läuft gerade Stieg Larssons Thriller „Verdammnis“, da erlebt eine Frau in Rohrbach ihre ganz persönliche Horrorgeschichte. Sie ist gerade von einer Feier in ihren Heimatort zurückgekehrt, möchte in der VR-Bank-Filiale in der Hauptstraße noch schnell ihre Kontoauszüge holen. Als sie aus dem Gebäude kommt, wird sie plötzlich von zwei Männern attackiert. Einer drückt die Frau gegen die Hauswand. Er schreit: „Geld her!“ Die 53-Jährige sagt, sie habe nur Kontoauszüge dabei. Dann ruft sie um Hilfe. Die Täter bekommen offenbar Angst. Sie lassen von der Frau ab und flüchten in eine Seitenstraße. Es ist eine Geschichte, die man für gewöhnlich aus größeren Städten kennt, in denen Überfälle zur Tagesordnung gehören. Aber in Rohrbach? Das Sicherheitsempfinden der Menschen ist so sensibel wie ein Kartenhaus, manchmal reicht eine schlechte Nachricht aus, um dieses Gefüge ins Wanken zu bringen. Kommt durch einen solchen Vorfall nun die Angst verstärkt in die Dörfer? Die Polizei sagt: nein. Es handle sich um einen Einzelfall, erklärt Peter Behrens. Der stellvertretende Leiter der Polizeidirektion Landau betont, die Rohrbacher müssten keine Angst haben, nachts auf die Straße zu gehen. Die Streifen seien informiert, in Rohrbach besonders aufmerksam zu sein. Er gehe davon aus, dass es eine Zufallstat war, sagt Behrens. Wenn sich strukturell etwas verändern sollte, werde die Polizei aber reagieren. Peter Feser, Rohrbachs Ortsbürgermeister, war dennoch schockiert, als er davon erfuhr. „Das Dorf ist in Unruhe“, sagt er. Es habe zwar schon Überfälle auf die Tankstelle im Ort gegeben, aber so etwas sei noch nie passiert. Besonders für das Opfer sei das schlimm. „Trotzdem fühle ich mich in Rohrbach sicher“, sagt Feser. Inzwischen hat die Polizei die Überwachungsvideos der Bank ausgewertet, die Fahndung läuft. Derjenige, der die Frau an jenem Abend an die Wand drückte, trug dunkle Jeans und Stiefeletten, eine Jacke oder einen Pulli mit Kapuze. Er war circa 1,65 Meter groß, schlank, hatte dünne Beine. Er sprach Pfälzer Dialekt, die Stimme klang nach einem Jugendlichen. Sein Kumpane trug ebenfalls dunkle Jeans und Stiefeletten. Zeugenhinweise nimmt die Polizei Landau unter der Rufnummer 06341 2870 entgegen. |ansc

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