Kreis Südliche Weinstraße Christmann neuer Ortsbürgermeister

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Nach einem Vierteljahrhundert, in dem Artur Helfer Ortsbürgermeister von Vorderweidenthal war, wurde in der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates Volker Christmann am Montag zum neuen Dorfoberhaupt gewählt.

Die beiden weiteren vorgeschlagenen Kandidaten Heidi Hussong-Braun und Dieter Funck hatten auf eine Kandidatur verzichtet. Der 49-jährige Polizeibeamte Volker Christmann ist gebürtiger Vorderweidenthaler, seit 1999 Mitglied des Gemeinderates und Vorsitzender des örtlichen Sportvereins. „Es kommt viel Arbeit auf uns zu, als erstes wird die Dorfentwicklung anstehen“, so der neue Bürgermeister. Er wünsche sich eine vertrauensvolle, ehrliche Zusammenarbeit, und dass man mit Anstand miteinander umgehe, so Christmann. Er habe deshalb nicht bei der Urwahl, weil Vorderweidenthal schwierige Jahre hinter sich habe und er zunächst die neue Zusammensetzung des Gemeinderats kennen wollte, so Christmann im Gespräch mit der RHEINPFALZ. In den zwölfköpfigen Gemeinderat wurden zu Beginn der Sitzung fünf neue Mitglieder verpflichtet (Helmut Burkhart, Sven Eßwein, Susanne Schehl, Stefan Steigner, Steven Wingert). „Mit diesem Gemeinderat können wir etwas bewegen, wie es mit der Dorfentwicklung weitergeht, wird das erste Schwerpunktthema sein“, so Christmann. Für das Amt des Beigeordneten hatten sich Heidi Hussong-Braun und Olaf Wingert bereiterklärt, zu kandidieren. Mit sieben Ja-Stimmen wurde Olaf Wingert gewählt, drei Stimmen bekam Heidi Hussong-Braun. Wingert löst damit Lothar Wagner ab, der für dieses Amt nicht mehr zur Verfügung steht, aber weiter im Rat bleibt. Für Artur Helfer war es die letzte Sitzung nach 40 Jahren, in denen er 15 Jahre Gemeinderat und 25 Jahre Ortsbürgermeister war. Er wurde von Bürgermeister Hermann Bohrer mit einer Urkunde des Gemeinde- und Städtebundes geehrt. „Er ist ganz Vorderweidenthaler“, so Bohrer über das Engagement von Helfer. Bohrer ließ einige Stationen der Amtszeit von Helfer Revue passieren: Den Wiederaufbau des abgebrannten Geräteschuppens 1991, den Anbau an die Kindertagesstätte und deren Erhalt, verschiedene Maßnahmen am Friedhof, das Neubaugebiet in den „Pitzenäckern“ oder die LED-Beleuchtung im Dorf. „Unvergessen ist die 700-Jahrfeier, ich wünsche mir, dass dieser Geist noch lange nachwirkt“, so Bohrer zu einem großen Ereignis im vergangenen Jahr. Mit Veranstaltungen über das ganze Jahr und einer dreitägigen Feier mit vielen freiwilligen Helfern und tausenden von Gästen. Die Zeit, die Artur Helfer in 40 Jahren für die Gemeinde aufgebracht habe, könne man gar nicht ausrechnen, so Bohrer. Seit 1995 gehörte Helfer auch dem Verbandsgemeinderat an, 1973 hat er den örtlichen Waldbauverein mitgegründet, dessen Vorsitzender er ist. Stehend applaudierte der Rat dem scheidenden Ortsbürgermeister. In seiner eher zurückhaltenden Art fand Artur Helfer an diesem Tag nicht viele Worte. „Danke für alles“, war sein Abschied vom Gemeinderat. (pfn)

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