Kreis Südliche Weinstraße Campingplatz teurer als geschätzt

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Seit Ostern 2014 erstrahlt der Vier-Sterne-Platz „Camping im Klingbachtal“ in neuem Glanz und zieht viele Gäste an. Doch der Neubau des Campingplatzes und die Sanierung des Sanitärtraktes des benachbarten Freibandes in Billigheim-Ingenheim kommen die Gemeinde teurer als ursprünglich geschätzt.

Zur Deckung der Mehrkosten hat der Gemeinderat am Donnerstagabend rund 157.400 Euro als überplanmäßige Ausgabe gebilligt. Ortsbürgermeister Dietmar Pfister (SPD) erinnerte daran, dass für die Bauarbeiten an Campingplatz und Freibad in verschiedenen Haushaltsjahren insgesamt 1,513 Millionen Euro bereitgestellt wurden. Davon seien aktuell 1,49 Millionen Euro verausgabt. Es lägen aber noch einige Rechnungen vor, so Pfister, die noch nicht beglichen seien. Die noch offenen Forderungen beliefen sich auf 180.126 Euro belaufen (brutto 214.350 Euro). Damit lägen die Gesamtausgaben bei 1,67 Millionen Euro. Pfister begründete die Kostensteigerung zum einen mit Leistungen, die noch nicht vollständig erbracht seien, wie bei der Grünpflege. Es gebe aber auch Fälle, bei denen die Abrechnungen noch unvollständig seien. So fehlten Mengenzusammenstellungen oder Aufmaße, seien Schlussrechnungen noch ungeprüft, fehlten Abrechnungen. In anderen Fällen seien Leistungen auf Stundenbasis erbracht und abgerechnet worden, die überhaupt nicht beauftragt gewesen seien. So gebe es von zwei Firmen strittige Forderungen, seien Vergleiche noch nicht wirksam, so beispielsweise mit dem Planungsbüro. Mehr wollte Pfister im öffentlichen Teil der Sitzung nicht sagen. Andererseits hatte Pfister über die Entwicklung der Tourismuseinrichtung positive Nachrichten. Alles deute darauf hin, dass im laufenden Jahr erheblich mehr Einnahmen erzielt werden könnten als im ersten Jahr. Der Rat nahm zwei Spenden von zusammen 1000 Euro für die Errichtung des Beachvolleyballfeldes an. Wie 2014 gewährte die Gemeinde als Träger des Purzelmarktes dem Purzelmarktverein für das Volksfest einen Zuschuss von 2700 Euro. Wie 2013 gewährte die Gemeinde auch für 2014 pauschale Sachkostenzuschüsse für die beiden konfessionellen Kitas, die sich auf 4000 Euro pro Gruppe belaufen. Danach erhält die eingruppige katholische Kita 4000 Euro und die protestantische Kita für drei Gruppen 12.000 Euro. In diesem Zusammenhang gab Pfister bekannt, dass nach der kontroversen Debatte mit der Katholischen Kirchengemeinde St. Bartholomäus eine Einigung erzielt worden sei. Die Kirchengemeinde wollte nicht länger Bauträger für die eingruppige Kita sein und beantragte die Übernahme durch die Ortsgemeinde mit dem Hinweis, dass „das Betreiben von Kindertagesstätten Pflichtaufgabe der Kommunen ist“. Durch die freie Trägerschaft werde die politische Gemeinde jährlich von vielen tausend Euro entlastet. Der Gemeinderat hatte diesen Antrag in der vorausgegangenen Sitzung abgelehnt. Als Gegenangebot sollte der Kirche gegen Nachweis der Ausgaben ein Sachkostenzuschuss bis zu 7500 Euro gewährt werden. Laut Pfister sei die Kirchengemeinde auf diesen Vorschlag eingegangen. Ab dem Kindergartenjahr 2015/16 kann die katholische Kirchengemeinde demnach statt 4000 Euro nach entsprechendem Nachweis mit 7500 Euro rechnen. (som)

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