Bad Bergzabern
Bundespolizisten beschenken Bedürftige
Bundespolizisten im Haus der Familie sind ein ungewöhnlicher Anblick. In diesem Fall war die Abordnung aus Bad Bergzabern zusammen mit dem Leiter des Standorts Michael Sziele in erfreulicher Mission unterwegs. Um dem Haus der Familie, dem Haus der Diakonie und der Jugend- und Familienberatung 80 Wunschsterne zu übergeben. Für jeden Stern steht ein Bundespolizist. Sinn der Aktion ist es, Menschen, die jeden Cent zweimal umdrehen müssen, einen kleinen Weihnachtswunsch zu erfüllen. Im Wert von um die 15 Euro. Die Beschenkten müssen nur ihren Wunsch auf den Stern schreiben, und er wird erfüllt.
„Ich wurde von der Bundespolizeiakademie in Lübeck gefragt, ob wir nicht auch solch eine Aktion starten wollen, in Lübeck machen sie das schon länger“, erzählt der Chef des Standorts Bad Bergzabern, Michael Sziele. Das Zeitfenster sei in diesem Jahr zwar kurz gewesen, aber gesagt getan. „Wir wollten aber mit dieser Aktion in der Region bleiben und für die Menschen hier etwas tun“, so Sziele. Daher auch die Zusammenarbeit mit dem Haus der Familie und der Diakonie, die sich ja um Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stünden, kümmerten.
Bisher beteiligen sich 80 Bundespolizisten
80 Bundespolizisten haben sich bisher bereit erklärt, einen Wunschstern zu übernehmen. „Das Problem ist, dass die Kollegen immer unterschiedlich in den Einsätzen sind und nicht gleichzeitig erreichbar sind, deshalb werden es bestimmt noch mehr“, sagt Judith Kuha, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit bei der Bundespolizei. Zusammen mit ihren Kolleginnen Anna Cuntz und Sandra Strobawe bildet sie das Wunschsternteam, das die Sterne herstellt, verteilt, die Geschenke einsammelt und dann an die Einrichtungen weitergibt. „Ich habe auch an der Aktion in Lübeck mitgemacht, da hat sich zum Beispiel ein kleiner Junge eine schöne Brotdose gewünscht und viele wollten, dass das Geld für die Flutopfer gespendet wird“, erzählt Kuha.
Helga Schreieck, Leiterin des Hauses der Familie, ist eine der Empfängerinnen der Wunschsterne und hat auch schon die ersten verteilt. An Menschen, die zur „Mahlzeit“ ins Haus der Familie kommen, in dem es wöchentlich ein warmes Essen für kleines Geld gibt. „Bei uns arbeiten auch Ehrenamtliche, die jeden Cent umdrehen müssen“, so Schreieck zu weiteren Empfängern.
„Es soll keine einmalige Aktion bleiben“
Weitere Sterne bekam das Haus der Diakonie im Schloss in Bad Bergzabern, in dem Bianca Bopp, Lilli Michel und Jana Frey Beratungen für unterschiedliche Lebenssituationen anbieten. Ulrike Brunck war die dritte im Bund, sie leitet die Jugend- und Familienberatung der Diakonie. „Wir beschränken uns mit den Wunschsternen auf die Kita-Kinder der Verbandsgemeinde, das organisieren die drei Kita-Sozialarbeiterinnen“, so Brunck.
Einig sind sich alle Beteiligten, dass es eine fruchtbare Zusammenarbeit ist. „Wir freuen uns sehr“, sind sich die Damen der verschiedenen Einrichtungen einig. „Es soll keine einmalige Aktion bleiben“, kündigt Michael Sziele an. Die Sterne sollen jetzt mit den Wünschen ausgefüllt werden. Dann gehen sie zurück zur Bundespolizei und die einzelnen Beamten besorgen das Gewünschte. Die Päckchen gehen dann wieder zu den Einrichtungen zurück und werden Mitte Dezember verteilt.