Bad Bergzabern
Bundespolizisten beschenken 80 Kinder und Erwachsene
Tränen der Freude und Rührung flossen bei der Übergabe der Geschenkpakete in dieser Woche im Haus der Familie in Bad Bergzabern. Nicht nur bei Hilde Bölke, die vom Leiter der Bundespolizei in Bad Bergzabern, Michael Sziele, das erste Geschenk erhielt. Mit dabei waren auch drei „Weihnachtsengel“: Die Damen, die für die Öffentlichkeitsarbeit der Bundespolizei zuständig sind und die Aktion „Kleine Sterne, große Freude“ organisiert hatten.
Gerührt waren alle. Bölke hatte sich Bastelmaterial gewünscht. „Sie hat geweint, so sehr hat sie sich gefreut“, erzählt Judith Kuha. Sie selbst habe viel aus dieser Aktion gelernt, die sie zusammen mit Anna Cuntz und Sandra Strobawe organisiert hatte. Sie hatten Sterne ausgeschnitten und die Wünsche an die 80 Kollegen weitergegeben. Dann die Päckchen eingesammelt, bis die vollgepackten Autos in dieser Woche losfahren konnten. „Es ist wichtig, auf das Miteinander zu schauen und nicht nur auf die eigenen Bedürfnisse“, erzählt sie nach der emotionalen Geschenkübergabe.
Liebevoll verpackte Geschenke
Die Freude sei auf beiden Seiten so groß gewesen. „Allein durch die Wünsche der Menschen erlebt man eine Realität, von der man zwar weiß, die aber so konkret wirklich nachdenklich macht. Und es wird bewusst, wie gut es einem selbst geht“, sagt Sziele. In seinem Vorzimmer bei der Bundespolizei waren die sehr liebevoll verpackten Geschenke, die auch mit der einen oder anderen zusätzlichen Kleinigkeit gefüllt waren, aufgebaut worden.
Die Altersspanne der Wünschenden war breit, vom Kind bis zum hochbetagten Menschen. Dementsprechend fielen auch die Geschenke aus. Die Kinder wünschten sich unter anderem Puppen, Playmobil, einen Fußball oder ein Federballspiel. Bei den Erwachsenen waren es unter anderem ein Gutschein für den Einkauf des Weihnachtsessens oder ein Tankgutschein, ebenso Bastelartikel für Weihnachtsdeko oder eine Hose für den Winter.
Erste Aktion nicht die letzte
Helga Schreieck, Leiterin des Hauses der Familie, war an diesem Tag die erste Empfängerin von 40 Wunschsternpäckchen, die sie jetzt verteilen wird. Weitere 40 Päckchen hat das Haus der Diakonie im Schloss in Bad Bergzabern bekommen, in dem Bianca Bopp, Lilli Michel und Jana Frey Beratungen für unterschiedliche Lebenssituationen anbieten, Ulrike Brunck leitet die Jugend- und Familienberatung der Diakonie. „Wir beschränken uns mit den Wunschsternen auf die Kita-Kinder der Verbandsgemeinde, das organisieren die drei Kita-Sozialarbeiterinnen“, so Brunck.
„Es hat so schön ausgesehen, und die Päckchen waren so liebevoll gepackt“, schwärmt Schreieck. Sie ist sicher, dass sich die Beschenkten sehr freuen werden. „Die Dame, die das erste Päckchen bekommen hat, rief mich nochmal an, um zu sagen, dass sie sich wahnsinnig gefreut hat, auch weil Menschen an sie gedacht haben.“ Es sei nicht die letzte Aktion, glaubt sie. Und sie hat recht.
Diese erstmalige Aktion sei kurzfristig angesetzt worden, daher hätten viele Kollegen, die ja zeitlich immer in Einsätzen seien, nicht teilnehmen können. „Im nächsten Jahr werden es bestimmt noch mehr sein“, ist sich Kuha sicher. Und damit ist klar, dass dieser außergewöhnliche Einsatz der Bundespolizei nicht der letzte war.