Kreis Südliche Weinstraße Bringt Umgehung mehr Verkehr?

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Nachdem der Bund die Mittel für die Ortsumgehung Impflingen (B 38) zur Verfügung gestellt hat, ist der Baubeginn für das vierte Quartal 2016 vorgesehen. Im Nachbarort Insheim regt sich gegen die Abfahrt aus Richtung Billigheim-Ingenheim Widerstand.

Obwohl seit 2010 Baurecht für die rund 2,9 Kilometer lange Umgehung vorliegt, kam das Thema wieder auf die Tagesordnung. Die ankündigte Resolution soll in der nächsten Woche vorliegen. Herbert Rung (FWG) machte sich zum Sprecher der Gegner der geplanten Verkehrsführung der Abfahrt. Danach würden künftig Fahrzeuge, die aus Richtung Billigheim-Ingenheim zum Anschluss an die A 65 durch Insheim wollen, noch mehr Verkehr für die ohnehin stark befahrene Haupt- und Bahnhofstraße sowie Lärm- und Geruchsbelästigungen der Anwohner bringen. Rung wies daneben auf die zusätzlichen Auswirkungen auf den ohnehin neuralgischen Verkehrsknoten am Zeppelin-Platz hin. „Mit der Umgehung wird Impflingen vom Verkehr entlastet und die Nachbargemeinde Insheim belastet“, so Rung. Die erwartete zusätzliche Verkehrsbelastung in der Insheimer Durchgangsstraße war auch Thema der Einwohnerfragestunde. „Es ist jetzt schon unerträglich“, sagte ein Bürger. Für die B-38-Ortsumgehung Impflingen sind Kosten von 17 Millionen Euro veranschlagt. Durch die Ortsumgehung wird sich nach den Prognosen der Verkehr in Impflingen auf 2500 Fahrzeuge reduzieren. Derzeit liegt die Belastung in der Ortsdurchfahrt bei täglich rund 13.760 Fahrzeugen. Insheim fordert eine Fortsetzung der Abfahrt an Insheim vorbei in Richtung Autobahnanschluss. Ortsbürgermeister Martin Baumstark (CDU) ging auf die finanzwirtschaftlichen Eckdaten für das kommende Jahr ein. Danach geht die Kämmerei der Verbandsgemeinde im nächsten Jahr bei der Einkommensteuer von 970.000 Euro statt 953.700 Euro im laufenden Jahr aus. Dafür werde es keine Schlüsselzuweisungen des Landes geben. Baumstark kommt zu dem Ergebnis, dass sich der finanzielle Spielraum der Gemeinde gegenüber den Ansätzen im Haushalt 2015 auf rund 473.000 Euro verbessern wird. Da ein zuvor potenzieller Käufer kein Interesse mehr hat, ist die zweite Änderung des Bebauungsplanes „Südlich Kandeler Straße“ nicht mehr notwendig. Der Rat beschloss deshalb, den Aufstellungsbeschluss aus 2013 wieder aufzuheben. Aufgehoben wurde auch der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Schäfergarten“ aus dem Jahr 2003. Im Rahmen des Aufstellungsverfahrens hatten sich diverse Probleme hinsichtlich der Entwässerung, der Erschließungsstraße und der Zufahrt über den „Bierkellerweg“ ergeben. Die CDU brachte dazu den Antrag auf die Erstellung eines neuen Bebauungsplanes Bereich „Schäfergarten“ ein, der an den Bauausschuss verwiesen wurde. (som)

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